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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Union Berlin 'Vorschau'

Gegen die Eisernen aus Berlin soll am Sonntag der dritte Heimsieg für den FC Erzgebirge eingefahren werden. Allerdings hat Aue von seinen vergangenen vier Heimspielen nur das letzte gewonnen (1:0 gegen Rostock). Doch Rico Schmitt sieht seine Mannen trotz der unglücklichen 2:0-Niederlage am vergangen Spieltag beim Tabellenführer Greuther Fürth auf einem guten Weg. “Wir haben Vieles richtig gemacht”, sagte der Trainer, der neben den nicht zu Hundert Prozent fitten Madouni (Außenbanddehnung), Stuff (Syndesmoseriss im rechten Sprunggelenk), Terodde (Teilanriss des Innenbandes im rechten Knie) und Mattuschka (Grippe) definitiv auf Abwehrspieler Pfertzel (Angina) verzichten muss.

Dennoch will die Neuhaus-Elf etwas Zählbares aus Aue mitnehmen, obwohl gerade in fremden Gefilden den Berlinern noch kein Sieg gelang. Mit jeweils einem 1:1-Unentschieden (FSV Frankfurt, Duisburg), drei Niederlagen sowie mit acht sieglosen Auftritten nacheinander pressen den Drittletzten der Auswärtstabelle nicht gerade in die Favoritenrolle. Den letzten Auswärts-Dreier feierten die Eisernen am 3. April 2011 beim 2:0 in Oberhausen. Zu Hause sieht es im schmucken Stadion an der Alten Försterei derweilen besser aus, da gab es mit zuletzt fünf Siegen in Folge 15 Punkte (zusammen mit Fürth und Düsseldorf Ligabestwert) - dazu zählt auch der jüngste 2:0-Erfolg gegen Karlsruhe. Insgesamt verlor Union nur eines der letzten fünf Spiele (bei Eintracht Frankfurt mit 1:3) und kletterte durch diese Erfolge auf Platz 7 - so weit oben waren die Berliner zuletzt nach dem 21. Spieltag der Zweitligasaison 2009/10 und sind damit das derzeit beste Ostteam in dieser Liga.
Eine Spezialität der Eisernen ebenfalls aus der letzten Saison besteht darin, nach einem 0:1-Rückstand noch zu Punkten: In acht Partien standen am Ende drei Siege und fünf Remis zu Buche. In der aktuellen Spielzeit gelang dies gegen Bochum und Ingolstadt mit zwei zum Sieg gedrehten Spielen. Bei den Veilchen stehen die Partien gegen Braunschweig (am Ende 1:1) und gegen St. Pauli in der Statistik: Nach 1:0-Rückstand gewann Aue beim Kiez-Club am 9. Spieltag noch mit 3:2. Drei Tore in einem Spiel waren auch für die lila-weißen Schlachtenbummler schon ungewöhnlich. Denn diesem Dreierpack, einem weiteren Doppelpack sowie vier Partien mit wenigstens einem Tor stehen fünf Begegnungen ohne einen eigenen Treffer gegenüber. Damit schoss Aue, das in dieser Spielzeit bereits viermal ohne Gegentor blieb, im Schnitt nicht einmal ein Tor pro Spiel (neun in elf Partien) - nur Aachen und Rostock trafen weniger. Union (17) hingegen hat in den letzten sieben Spielen immer getroffen - das ist aktuell die längste laufende Serie ligaweit. Beste Knipser sind Quiring und Silvio mit vier Einschlägen, gefolgt von Mosquera (3), Mattuschka (2), Stuff (2) und mit je einem Treffer Karl sowie Parensen.
Zur Bilanz gegeneinander gibt es eigentlich genug zu sagen. Aber machen wir es kurz: Die letzten beiden Spiele zwischen Aue und Union Berlin endeten unentschieden, davor gab es in der dritten Liga zwei Siege für Berlin und in der Zweitligasaison 2003/04 feierten beide Teams jeweils einen Heimsieg. Gewonnen haben die Veilchen gegen Union letztmals 2003, damals gab es am Freitagabend des 17. Augusts 2003 in einen 2:1-Heimsieg, und das nach 0:1-Rückstand. Insgesamt steht das 57. Punktspiel beider Traditionsmannschaften auf dem Plan. Zu DDR-Zeiten hatte Union fast nie eine Chance im Erzgebirge (zwischen 1952 und 1995 ohne Sieg in Aue), aber seit der Wende haben die Eisernen öfters im Lößnitztal gewonnen (fünf Mal) als verloren (drei Mal). Insgesamt stehen aus Auer Sicht im Liga-Alltag 25 Siege, 13 Unentscheiden und 18 Niederlagen zu Buche.
Zum Auftakt der englischen Woche wird Schiedsrichter Guido Winkmann aus Kerken seine Sichtweise des Spiels preisgeben. Seine bisherigen neun Partien mit Veilchenbeteiligung waren vom Ergebnis her überaus durchwachsen, jedoch vom Spielausgang gesehen eher ausgeglichen. Zwei 1:0-Heimsiege (Unterhaching, Paderborn) und einem Auswärtssieg (2:0 Münster) stehen zwei Heimniederlagen (0:3 Fürth, 0:1 Osnabrück) und einer 1:2-Niederlage in Wattenscheid gegenüber. Hinzu kommen noch drei Auswärtsremis (0:0 Bremen II, 1:1 Burghausen, 0:0 Erfurt). Summa summarum drei Siege, drei Remis und der Niederlagen. Assistiert wird der 37-jährige Polizeibeamte von Detlef Scheppe und Stefan Glasmacher an den Linien sowie Benjamin Cortus als vierter Offizieller.


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