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FC Erzgebirge Aue - FC Energie Cottbus 'Vorschau'

Für den 6. Spieltag müssen Fans und Spieler der Veilchen bis zum Montag ausharren. Da empfängt der Elftplatzierte aus Aue im Abendspiel den auf dem Aufsteiger-Relegationsplatz befindlichen FC Energie Cottbus und möchte nach der höchsten Zweitliga-Niederlage vom 28. November 2010, als die Veilchen mit 0:6 in der Lausitz untergingen, und dem ebenfalls versemmelten Rückspiel (1:2), welches die einzige Heimniederlage bedeutete, endlich wieder einmal gegen Cottbus punkten. Stehen in der Bilanz gegen das Team des von einem Hexenschuss geplagten Trainers Claus-Dieter Wollitz insgesamt zwölf Siege, sechs Unentschieden und nur acht Niederlagen zu Buche, so ist man dennoch in der 2. Bundesliga seit vier Spielen sieglos (ein Remis, drei Niederlagen) gegen Energie geblieben. Auch dieses Mal stehen die Vorzeichen auf drei Punkte für Aue denkbar schlecht. Auswärts gaben die Rot-Weißen noch keinen Punkt ab (zwei Siege). Ansonsten gewann Cottbus, wie auch Greuther Fürth und der momentane Tabellenerste St. Pauli, vier der fünf Saisonspiele und traf obendrein doppelt - 10/11 gelang das 22-mal (Ligaspitze). Einziger Punktverlust und wohl auch Ausrutscher war das deftige 0:5 im Heimspiel gegen 1860 München am 3. Spieltag - die höchste Zweitliga-Niederlage von Energie überhaupt.
Gemeinsamkeiten beider Kontrahenten gibt es nur im Kürzel FCE und in der Anzahl der bisherigen Gegentore: nämlich Sieben. Dabei setzt Wollitz gerade auf die Defensivarbeit ein Augenmerk und möchte zudem, dass sein Team stabiler wird und das Umkehrspiel verbessert. Aber dies wünscht sich, genauso wie das Ziel “so schnell wie möglich 40 Punkte holen und sich als Mannschaft festigen”, wohl jeder Trainer. Zudem ist dem 45-Jährigen klar, dass ohne das Duo Jula und Petersen der 2010/11 aufgestellte Vereinsrekord mit 65 erzielten Treffern wohl nicht wieder erreicht werden wird. Petersen “zu ersetzen ist unmöglich”, sagte Wollitz, der jedoch mit Dimitar Rangelov einen “Top-Spieler besitzt, der nicht nur fußballerisch sehr gut in diese Mannschaft passt. Seine großen Qualitäten hat er bereits angedeutet. Wichtig ist, dass wir ihn da vorne nicht im Regen stehen lassen und sagen: Nun mach mal. Sondern dass wir Torgefahr aus allen Positionen ausstrahlen und damit die Last des Toreschießens auf mehrere Schultern verteilen. Das ist unabdingbar.”
Die Vollstreckerqualitäten konnte Dimitar Rangelov bereits im Trikot von Erzgebirge Aue zeigen. Zur Winterpause der Saison 2006/07 kam der Bulgare damals leihweise von Racing Straßburg und schlug voll ein. Der sofort zum Stammspieler avancierte Stürmer überzeugte durch seine Schnelligkeit und Spritzigkeit sowie mit seinen fünf Treffern. Nach Saisonende wechselte Rangelov dann zum damaligen Erstligisten Energie Cottbus, spielte zwei Jahre später beim deutschen Meister Borussia Dortmund und geht nun wieder in der Lausitz leihweise auf Torejagd. Für die Rot-Weißen netzte der 28-Jährige in dieser Saison bereits viermal erfolgreich ein, gefolgt von Adlung, Banovic, Leonardo, Sörensen sowie dem umworbenen Senkrechtstarter Bittencourt mit je einem Treffer.
Ebenfalls mit jeweils nur einer Bude stehen zwei Spieler in der internen Torjägerliste von Aue: Fabian Müller und Jan Hochscheidt. Nur Aachen schoss weniger Tore (1) als der FC Erzgebirge (2), welcher seit vier Spielen sieglos ist (zwei Remis, zwei Niederlagen). In der letzten Saison mussten die Lila-Weißen nie länger als drei Spiele auf einen Sieg warten. “Wir haben lange nicht mehr gewonnen, doch gegen euphorisierte Cottbuser ist es dennoch eine machbare Aufgabe”, sagte Rico Schmitt, dessen Team an die Leistungen des Braunschweigspiels anknüpfen will. Doch dies ist manchmal einfach gesagt als getan. Zudem sprach der Coach von Emotionen, Nervenstärke und Zweikampfverhalten gepaart mit viel Ruhe und Geduld. “Wir möchten drei Punkte holen, auch in Anbetracht der vergangenen 0:2-Heimpleite gegen Karlsruhe”, erklärte Keeper Martin Männel, der nach dem gehaltenen Elfmeter gegen Braunschweigs Kumbela vor ordentlich Selbstvertrauen strotz und nun vor heimischen Publikum hinten glänzen möchte. Seit dem Aufstieg blieb Aue in zehn von 19 Heimspielen ohne Gegentor und hat obendrein alle Heimspiele gewonnen, in denen man 1:0 in Führung ging (zehn Mal). Für Abräumer Oliver Schröder zählt nur eins: “Wer hat die breiteste Brust.”
Schiedsrichter der Partie ist Marco Fritz aus Korb. Seinen jüngsten Auftritt mit Auer Beteiligung hat Fabian Müller sicherlich noch gut in Erinnerung. Am 2. Spieltag der aktuellen Saison bekam er vom Unparteiischen den Gelb-Roten Karton zu Gesicht und musste damit im Auswärtsspiel bei Ingolstadt vorzeitig zum Duschen. Wenigstens ging die Partie mit 0:0 aus. Sein zweites Match hingegen endete im Heimspiel am 12. Mai 2009 (3. Liga) gegen Union Berlin mit einer 0:1 Niederlage. Wolfgang Walz und René Kunsleben werden dem 33 Jahre alten Bankkaufmann am Montag an der Seite assistieren. Als vierter Offizieller ist Martin Petersen gesetzt.


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