
Neun von den insgesamt 34 erzielten Auer Treffern machten die Veilchen in dieser Spielzeit gegen den VfL Bochum. Klar, dass Lila-Weiß dann auch noch den höchsten Auswärtssieg (zusammen mit St. Pauli) und den höchsten Heimsieg (6:1) gegen die Ruhrpottler sein Eigen nennen darf. Fast schon ärgerlich, wenn der VfL in Hinsicht der hervorragenden Saisonbilanz im Duell beider Teams absteigen würde. Doch zunächst muss der FC Erzgebirge seine Schäfchen selbst ins Trockene bringen. Dazu war der 3:0-Erfolg gestern Abend Gold wert. Vor allem das Auftreten in Halbzeit eins ließ einigen Auer Anhänger verwundert die Augen reiben. Vor 13.133 Zuschauern begannen die Hausherren durchaus bemüht, doch nutzen die mit deutlich mehr Biss und Disziplin spielenden Auer ihre sich bietenden Möglichkeiten eiskalt aus. Schon in der achten Spielminute köpfte Kapitän René Klingbeil aus vier Metern eine Freistoßflanke von Jan Hochscheidt in die Maschen. Nach kurzem Aufbäumen der Neitzel-Elf erhöhte man in der 29. Minute sogar auf 2:0. Einen strammen Vollspannschuss von Oliver Schröder vom Strafraumeck konnte VfL-Keeper Luthe noch abwehren, im anschließenden Chaos im Bochumer Sechzehner behielt Tobias Nickenig die Übersicht und traf per abgefälschten Schuss aus 14 Metern flach ins Tor. Noch vor der Pause machte die auf vier Positionen umgestellte Mannschaft von Trainer Karsten Baumann alles klar, als Fabian Müller nach Hacken-Vorlage von Jakub Sylvestr den Ball aus sieben Metern ins Tor drosch (37.). In der zweiten Halbzeit versuchten die Bochumer um Schadensbegrenzung. Die vor ihrem dritten Saison-Auswärtssieg stehenden Veilchen beschränkten sich größtenteils auf das Verwalten des Ergebnisses, waren damit letztlich erfolgreich und entführten erstmalig aus dem rewirpowerSTADION drei Punkte sowie drei Tore. Ein Zeichen im Abstiegskampf wurde gesetzt, aber auf den ganzen Lorbeeren Ausruhen und Zurücklehnen, wäre mit Blick auf das Restprogramms fatal.
Spielbericht
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