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Eintracht Braunschweig - FC Erzgebirge Aue 'Zwei Verlierer oder zwei Sieger?'

Zum vierten Mal nacheinander hieß es im Duell Eintracht Braunschweig gegen Erzgebirge Aue 1:1-Unentschieden, welches den Veilchen im Abstiegskampf zumindest einen Punkt sicherte. Am Ende wäre sogar ein Sieg drinnen gewesen, wenn der Elfmeter von Jan Hochscheidt oder der Lattenknaller von Ronny König den Weg ins Tor gefunden hätte. “Drei Punkte wären drin gewesen”, war sich auch Aues Chefcoach Karsten Baumann sicher, der “nicht wirklich zufrieden ist, nach den vielen ungenutzten Möglichkeiten nach guten Kontern. Wenn man nur ein Tor macht, ist es bitter.” Zunächst gab der Tabellenzweite im mit 20.500 Zuschauern gefüllten Eintracht-Stadion den Ton an, konnte sich aber gegen die überraschend gut stehende Rumpfabwehr der Auer nicht zwingend durchsetzen. Offensiv setzten die Lila-Weißen aber auch nur wenige Akzente, zeigten sich bei ihren vereinzelten Vorstößen trotzdem nicht ganz ungefährlich. Die beste Duftmarke hinterließ Jakub Sylvestr, als er nach Könnecke-Zuspiel sich gegen zwei Braunschweiger artistisch durchsetzte, aber aus fünf Metern an Eintrachts-Keeper Petkovic scheiterte (14.). Sein Gegenüber Martin Männel glänzte ebenfalls mit Rettungsaktionen (23. /32.), war gegen den Boland-Schuß aus dem Rückraum dennoch machtlos (39.). Die postwendende Antwort hätte Tobias Nickenig nach der ersten Ecke für Aue geben können, doch bei seinem Kopfball stand Petkovic goldrichtig.
Nach dem Seitenwechsel legten die selbstbewußten Veilchen eine Schippe drauf, kamen dem Ausgleich immer näher, spielten ab der 62. Minute sogar in Überzahl. Denn im Stile eines Volleyballers pritschte Boland den abgefälschten Schuss von Tobias Nickenig mit der Hand regelwidrig ins Toraus – für den dieses Mal überzeugenden Schiedsrichter Christian Dingert blieb nur die Rote Karte als Konsequenz. Diese vermisste man anschließend von Jan Hochscheidt, der mit dem fälligen Elfmeter an Braunschweigs Torhüter scheiterte. Nichtsdestotrotz fiel kurze Zeit später der mehr als verdiente Ausgleich, obgleich Oliver Schröder (traf auch schon im Hinspiel zum 1:1) Glück hatte, als Bohl die Direktabnahme unhaltbar abfälschte. Erzgebirge Aue wollte nun mehr, doch dem eingewechselten Ronny König stand entweder ein Braunschweiger Bein (81.) bzw. das Lattenkreuz (84.) im Weg. Erst als Tobias Nickenig nach einer Notbremse gegen Ademi die numerische Überlegenheit per Platzverweis (der siebente für Aue in dieser Saison) egalisierte, stellten die Veilchen ihren Sturmlauf ein und beließen es bei der wackligen Punkteteilung, auch weil Martin Männel in der fünfminütigen Nachspielzeit die Nerven behielt und den Drehschuss von Ademi aus kurzer Distanz entschärfen konnte.

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