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Hertha BSC - FC Erzgebirge Aue 'Erst pfui, dann hui'

Das zumindest regulär vorletzte Auer Auswärtsspiel endete beim Aufsteiger Hertha BSC vor 33.157 Zuschauern fast wie erwartet mit einer Veilchen-Niederlage. Dass diese Partie mit 2:3 aber nur knapp verloren ging, ist hingegen “erfreulich”, da man zunächst nach der ersten Halbzeit Angst haben musste, hier abgeschlachtet zu werden. Es waren noch nicht einmal zehn Minuten gespielt, da gingen die Berliner schon in Führung. Einen schnellen Gegenzug über Ben-Hatira und Allagui schloss Ramos zum 1:0 ab. Hertha war in allen Dingen überlegen, dominierte fast mühelos die Partie und kam folgerichtig zu weiteren Toren: Ronnys Schuss (34.) von der Strafraumgrenze fälschte Kevin Schlitte unhaltbar ab und der völlig freistehende Hubnik (44.) unterstrich mit seinem Kopfballtreffer zum 3:0 die klare Überlegenheit, der seit nunmehr vor heimischen Publikum 16 Partien ungeschlagenen Hausherren. Harmlosigkeit und Verunsicherung zeigten sich hingegen bei den Veilchen. “Ich weiß nicht, was uns zu Beginn so beeindruckt hat. Wir haben uns vorgenommen, den Herthanern die Lust zu nehmen. Wenn man gegen Berlin aber 0:3 zurückliegt, wird es natürlich sehr viel schwerer”, sagte Aues Neu-Coach Falko Götz, der wohl die richtigen Worte in der Kabine gefunden haben muss.
Denn es vergingen keine 20 Sekunden da zappelte der Ball im Netz vom zuvor arbeitslos gebliebenen BSC-Keeper Kraft. Fabian Mülller hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und flankte punktgenau auf Jakub Sylvestr, der sich im Fünfer die Chance nicht nehmen ließ und seine über 1000 Minuten anhaltende Torabschlussschwäche mit dem 1:3 beendete. Es war zugleich der erste Treffer der Veilchen im vierten Zweitliga-Duell gegen die Hertha überhaupt. Die Lila-Weißen besannen sich endlich aufs Kämpfen und kamen nach gut einer Stunde sogar zum Anschlusstreffer. Schiedsrichter Bastian Dankert wollte ein Foul von Pekarik an Mike Könnecke im Strafraum gesehen haben, den folgenden Strafstoß verwandelte Jakub Sylvestr (65.) souverän rechts unten und machte die Partie noch einmal spannend. Die 1.100 mitgereisten Auer Schlachtenbummler hofften auf mehr. Der Doppeltorschütze hätte diesen verheißungsvollen Wunsch gerne erfüllt, doch seinem Hattrickversuch ging wie in der Vergangenheit öfters erlebt, ein individueller Fehler voraus und so war Jakub Sylvestr nach dem zu weit vorgelegten Ball nur Zweiter im Duell gegen Kraft (82.). Die erste Pleite seit Ende März war nun manifestiert. “Ich wäre sehr gerne mit einem Teilerfolg nach Hause gefahren. Gegen Ingolstadt wird es nur um einen Sieg gehen”, sagte Falko Götz, dessen Team aufgrund der besseren Tordifferenz weiterhin als Tabellenfünfzehnter alles selbst in der Hand hat. An der Ausgangssituation hat sich nämlich nichts geändert, zwei Siege in den verbleibenden Partien und man entkommt der Relegation.

Spielbericht


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