SV Sandhausen - FC Erzgebirge Aue 'Endlich Sommerpause'
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In einer keineswegs anspruchsvollen Partie, die über weite Strecken mehr von der Spannung als der spielerischen Klasse lebte, setzte sich Erzgebirge Aue nach hartem Kampf und kuriosem Treffer des wiedergenesenen Jokers Jan Hochscheidt mit 1:0 gegen Sandhausen durch und festigte so den 15. Tabellenplatz. Rund 3.000 stimmungsgeladene Auer Schlachtenbummler machten das Hardtwaldstadion zu ihrer Festung, was gleich beim Einlauf der beiden Mannschaften in lila-weiß getüncht wurde. Doch die Mission Klassenerhalt war kein Fußballleckerbissen und auch nichts für Nervenschwache. Denn der bereits abgestiegene Gastgeber wollte sich aus seinem einjährigen Gastspiel in der 2. Bundesliga erhobenen Hauptes verabschieden, spielte befreit auf, was den nach fünf sieglosen Spielen verkrampft wirkenden Veilchen anfangs etwas Mühe bereitete. Der direkte Weg nach vorn, hieß das Konzept - die große Torgefahr blieb jedoch aus. Die vereinzelten Vorstöße über Jakub Sylvestr (25. / 38.) wurden am gut reagierenden Sandhausen-Schlussmann Langer fast schon verschenkt. Mit einem qualvollen 0:0 ging es in die Halbzeitpause.
Im zweiten Abschnitt legten die Mannen von Falko Götz eine Schippe drauf, agierten nach wie vor im Abschluss zu fahrig. Als das Ergebnis aus Dresden die Runde machte, war in den geschockten Gesichtern abzusehen, wie es um Aue stand. Die Hereinnahme von Ronny König in der 61. Minute, sollte die hoffnungsvolle Wende bringen. Keine zwei Minuten später hätte er auch für die Erlösung sorgen können, allerdings klatschte sein Kopfball nur an die Querlatte. Das erlösende Tor wollte einfach nicht fallen - bis zur 79. Minute: Nach einer Flanke von Oliver Schröder ging SVS-Keeper nicht energisch zum Ball, der eingewechselte Jan Hochscheidt spritzte dazwischen und drückte die Kugel per Kopf über die Linie. Da interessierte im Hexenkessel Hardtwald auch nicht, dass der Schlussmann seine Hände schon am Ball hatte und somit ein Foulspiel des nunmehr zehnfachen Auer Torschützen voraus ging. Der Schlussakkord von Schiedsrichter Peter Sippel untermauerte schlussendlich den 1:0-Auswärtssieg der Veilchen gegen Sandhausen, die in den sechs Begegnungen ohne Sieg zum Lieblingsgegner des FC Erzgebirge avancierten. Es ist geschafft und das neunte Zweitligajahr kann kommen. Aber erstmal ist Sommerpause angesagt, endlich.
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