VeilchenPower.de

Fakten zur Saison

Wie schon in der Vorsaison gelang den Veilchen der Klassenerhalt nur denkbar knapp. Erneut kam es während der Rückrunde zu einem diskutablen Trainerwechsel, erneut blieben viele Spieler unter ihren Möglichkeiten, erneut stellte sich bei einigen Akteuren die Frage nach der Qualität. Will sich der Traditionsverein aus dem Erzgebirge in den nächsten Jahren nicht aus der 2. Bundesliga verabschieden, muss sich in Aue einiges ändern. Die interessantesten Fakten dazu von bundesliga.de:
  • 2013 feierte Aue in 15 Partien nur drei Siege - lediglich Regensburg weniger; nach der Winterpause schoss zudem keiner so wenige Tore wie Aue (zwölf).
  • Aue feierte insgesamt neun Siege - nur Regensburg und Sandhausen gewannen seltener.
  • Aue geriet in 19 Spielen mit 0:1 in Rückstand und gewann dann nie (vier Remis, 15 Niederlagen).
  • Umgekehrt blieb Aue aber auch selbst nach einer Führung ungeschlagen (neun Siege, vier Remis).
  • In den sieben Heimspielen 2013 schoss Aue nur drei Tore und feierte nur einen Sieg (1:0 gegen Dresden, 25. Spieltag).
  • Aue spielte zu Hause am häufigsten remis (sieben Mal), auswärts dagegen am seltensten (drei Mal).
  • Aue traf von allen Teams am häufigsten in der Anfangsviertelstunde (acht Mal).
  • Die Stürmer von Aue hatten die schwächste Trefferquote der Liga: Durchschnittlich landete nur jeder elfte Stürmer-Torschuss im Netz.
  • Aue blieb als einziges Team ohne Tor nach einem Eckball.
  • Einzig 1860 München kassierte weniger Gegentore nach der Pause (18) als Aue (20).
Fazit: Im zweiten Jahr in Folge schrammte der FC Erzgebirge Aue nur um Haaresbreite am Absteig vorbei. Diesmal waren es nicht zwei Punkte, sondern nur noch die um sieben Treffer bessere Tordifferenz, die die Veilchen rettete. “Es gab keinen Grund, einen großen Umbruch zu vollziehen.” Das sagte Aue-Coach Karsten Baumann vor der Saison. Und damit hatte er sich gewaltig getäuscht. Der von ihm und Sportdirektor Steffen Heidrich zusammengestellte Kader spielte von Anfang nur gegen den Abstieg. Fast nichts hatte sich im Vergleich zur Vorsaison verbessert. Einige Spieler kamen, einige gingen - doch eine Steigerung der Qualität war nicht wirklich zu erkennen. Am ehesten verköperte die noch Angreifer Jakub Sylvestr, der vom kroatischen Meister Dinamo Zagreb ausgeliehen wurde. Doch auch er traf nach sechs Toren vor der Winterpause nur noch in einem einzigen Spiel. Andere höher eingeschätze Neuzugänge wie Vlad Munteanu und Ronald Gercaliu oder der im Winter geholte Kevin Pezzoni floppten komplett. Hinzu kamen Ausfälle von Stammspielern durch Verletzungen und Sperren.
Nach der Winterpause holte der FC Erzgebirge aus fünf Partien nur einen Punkt. Als viele Beobachter Karsten Baumann schon vor der Entlassung wähnten, überraschte die Vereinsführung - indem sie statt des Trainers Sportdirektor Heidrich beurlaubte. Dabei hatten die Funktionäre durch das Schüren unrealistischer Erwartungen selber nicht gerade Geschick bewiesen: So tönte Vize-Präsident Jens Stopp vor der Saison: “Die Zeiten des Kleinredens sind vorbei. Wörter wie Abstiegskampf oder Klassenerhalt will ich nicht mehr hören.” Just als der Trend wieder etwas nach oben zeigte, folgte doch noch das Aus für Baumann - nach gerade mal 14 Monaten. Trotz vier Spielen ohne Niederlage entließ der Verein am 28. April den Chefcoach und präsentierte einen Tag später Falko Götz. Offenbar hoffte man auf den “Neururer-Effekt”, doch Götz startete mit zwei Niederlagen. Erst durch den glücklichen 1:0-Sieg am letzten Spieltag beim längst abgestiegenen SV Sandhausen konnte der FC Erzgebirge den Abstieg abwenden. So hieß es - wie schon ein Jahr zuvor - am Ende der Saison: Gerade nochmal gut gegangen. Diese Saison zeigte erneut: Kleine Clubs wie der FC Erzgebirge haben nur eine Chance, sich in der 2. Bundesliga zu behaupten, wenn alles passt. Gute Transfers für kleines Geld, Trainer, Sportdirektor und Vereinsführung, die an einem Strang ziehen, Spieler, die ihr Potenzial optimal ausreizen. Doch praktisch nichts davon traf diese Saison bei den Veilchen zu.


2720 Klicks

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA