
Ein Stürmer in Topform, zwei Spiele und drei Tore ergeben sechs Punkte - allerdings wollte man den Relegationsplatz vermeiden... Solche Ausgelassenheiten darf man angesichts des positiven Saisonstarts schon mal verlauten lassen, gleichwohl noch jede Menge Arbeit für das gesamte Team um Falko Götz wartet. Denn aus den unzähligen Standards wurde einfach zu wenig gemacht. “Glücklich sind wir darüber, dass wir am Ende doch noch einen verwerten konnten”, sagte der Coach, der seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen änderte. Solomon Okoronkwo gab für den Gelb-Rot gesperrten Arvydas Novikovas sein Debüt und auf der linken Verteidigerposition stand für Kevin Schlitte nun Nils Miatke auf dem Rasen. Letztgenannter war gleich an der ersten gefährliche Aktion beteiligt. Sein Eckball nach nur 31 Sekunden hätte Sandhausens Knoll fast ins eigene Tor versenkt. Die Rettungstat von Klotz auf der Linie wurde gleich zum Gegenangriff genutzt. Zum Glück rutschte eben jener Knoll beim anschließenden Konter nur um Zentimeter an einem Querpass vom ebenfalls aufgerückten Klotz vorbei. Der Heimspiel-Auftakt bot den 8.200 schwitzenden Zuschauern damit schon paar Höhepunkte. Vor allem die Hausherren erarbeiteten sich eine gute Gelegenheit nach der anderen. Im Abschluss fehlte aber wie schon vom Trainer moniert, die letzte Konsequenz. Oft war ein Gegenspieler noch vor den Veilchen am Ball. Nach der ersten Trinkpause (24.) mussten die Spieler den harten Bedingungen immer mehr Tribut zollen und bis zur Pause gab es nur selten Strafraumszenen. In der zweiten Hälfte roch es quasi nach einem torlosen Remis, obwohl der SV Sandhausen besser ins Spiel kam. “Heute muss man bei den Bedingungen beide Mannschaften loben. Es war brutal da unten drin. Was die Jungs abgeliefert haben, ist aller Ehren wert”, resümierte Falko Götz, der nach dieser Hitzeschlacht wohl selbst nicht mehr mit einem Treffer für Erzgebirge Aue rechnete. Umso schöner, dass gegen den Lieblingsgegner (4S-3U-0N) doch noch dreifach gepunktet werden konnte. Der eingewechselte Dorian Diring brachte in der 83. Minute einen Freistoß aus gut 35 Metern in den Strafraum. Der völlig allein gelassene Jakub Sylvestr stand goldrichtig, köpfte sein drittes Saisontor in die Maschen und avancierte erneut zum Matchwinner. So kann und darf es gerne weitergehen.
Spielbericht
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