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VfL Osnabrück - FC Erzgebirge Aue '250.000 Euro vergeigt'

Nach paar Tagen Beruhigung, kann man jetzt sachlich in die Tasten hauen. Denn was die Ballvirtuosen am Freitagabend an der Bremer Brücke für einen Pokalfight abgeliefert haben, war eine emotionslose Vorstellung mit der entsprechenden Quittung in Form von drei Gegentoren und dem Aus in der 1. Runde. Wie man sich dabei präsentieren muss, um ein finanziellgestütztes Weiterkommen zu erreichen, zeigten die Hausherren vor 8.086 Zuschauern eindrucksvoll. Der VfL Osnabrück setzte auf eine kompakte Defensive und von Beginn an auf schnelle Tempogegenstöße. Gleich der erste führte nach einem Steilpass von Staffeldt zur Führung durch Nagy, der seinen Bewacher Kevin Pezzoni entwischte, im Anschluss noch Sascha Kirschstein im Tor der Auer umkurvte und locker nach fünf Minuten zum 1:0 einschob. Auch der zweite Treffer entstand durch einen langen Ball, den Pisot vom Flügel nach innen brachte. Grimaldi traf zunächst den Pfosten, Spann staubte locker flockig ab (21.). Das Team von FCE-Trainer Falko Götz, der kurzfristig auf Jakub Sylvestr wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel verzichten musste, war sichtlich geschockt und entfachte keinerlei Torgefahr. Ein Linksschuss von Oliver Schröder (33.) sollte die einzig nennenswerte Aktion der Veilchen in Durchgang eins bleiben.
Die rat- und ideenlosen Veilchen kamen zwar bemüht aus der Kabine, doch die bei 30 Grad und sengender Hitze mit mehr Leidenschaft und Akribie zu Werke gegangenen Osnabrücker hatten gleich mehrfach die Chance für weitere Treffer. Auf ein Auer Aufbäumen warteten die gut 300 mitgereisten Gästefans vergebens und so kassierte der FC Erzgebirge, als Feldhahn sich den Ball am Mittelkreis erkämpfte und Nagy per Distanzschuss aus 22 Metern ins linke Eck traf (61.), sogar noch das 3:0. “Osnabrück hat uns eingeschnürt, und wir hatten dem nichts entgegenzusetzen. Von daher ist das Ergebnis auch in dieser Höhe vollkommen verdient”, sagte Falko Götz. Bereits 2004/05 stolperte Aue als damaliger Tabellenführer der Zweiten Liga in der ersten Runde in Osnabrück (2:3). Diesmal erwischt es die Veilchen nach einem Liga-Topstart (2 Siege, 3:1 Tore) ebenfalls vorzeitig. Beim Abklatschen der Mannschaft mit dem Gästeblock war die Stimmung daher mehr als nur trübsinnig. Für Sascha Kirschstein war es besonders bitter. Der Torhüter rauschte in der 75. Minute mit den Stollen voran Richtung VfL-Stürmer Grimaldi, traf den Osnabrücker bei einem Flugkopfballversuch unglücklich am Kopf. Die spätere Diagnose offenbarte Verheerendes: mehrere Knochenbrüche im Gesicht (Jochbein, Jochbeinbogen sowie der Augenboden). “Adriano hatte den Kopf sehr tief, wobei der Torwart da nicht so reingehen muss”, meinte Walpurgis, Trainer des VfL. Einen Vorsatz schloss Sascha Kirschstein jedoch aus, erkundigte sich sofort nach Grimaldis Befinden: “Ich hatte befürchtet, ihn am Auge getroffen zu haben.” Alles in Allem ein deprimierender Pokalabend.

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