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1. FC Köln - FC Erzgebirge Aue 'Ernüchterung schlägt Zuversicht'

“Mit Aue erwartet uns ein kampfstarker Gegner,” war sich Kölns Trainer Stöger vor dem neunten Aufeinandertreffer beider Teams eigentlich sicher. Falko Götz erhoffte sich ebenfalls mehr: “Wir rechnen uns schon etwas aus und wollen keineswegs Kanonenfutter sein. Ich denke, dass die Kölner vor allem Probleme kriegen, wenn sie in Rückstand geraten.” Doch soweit kam es erst gar nicht. 65 Sekunden waren gespielt, da lagen die Veilchen mit 0:1 hinten und bekamen nach dem schnellen Tor von Gerhardt das zweite durch Risse (11.) gleich nachgeschenkt. In der sich fortsetzenden Druckphase der nach wie vor ungeschlagenen Geißböcke beendete Taku Ishihara mit seinem ersten Treffer im Veilchendress vorerst den Sturmlauf der Hausherren: Nachdem Jakub Sylvestr aus der Drehung nur den rechten Pfosten getroffen hatte, staubte der Japaner mit einem Linksschuss zum Anschlusstreffer ab (14.). Die turbulente Anfangsphase vor 42.000 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion beendete Risse mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 in der 24. Minute. Erneut gab es von den Veilchen nur Begleitschutz. Die Wünsche von Falko Götz, in denen seine Mannschaft “ähnlich aggressiv und zweikampfstark agieren sollen wie in Kaiserslautern”, blieben unerhört. Peszko sorgte dann in der 55. Minute für die höchste Saisonniederlage des FC Erzgebirge. Dass zwei Minuten zuvor Jakub Sylvestrs Tor wegen einer Abseitsstellung des Passgebers Arvydas Novikovas nicht gegeben wurde, schmerzte ebenso wie der Ausfall von Tobias Nickenig, der in 39. Minute mit einer Rückenverletzung vom Feld transportiert werden musste. Alles in Allem war Köln eine Nummer zu groß, was vorrangig am desaströsen Auftritt der Jungs in Lila-Weiß lag. Aue konnte meist nur reagieren und offenbarte in der Abwehr arge Abstimmungsprobleme. “Man hat einen klaren Qualitätsunterschied gesehen”, gestand Falko Götz, der hoffentlich die richtigen Entscheidungen treffen wird. Zeit für eine gründliche Aufarbeitung der dritten Saisonniederlage hat er durch die Länderspielpause ja mehr als genug.

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