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1. FC Union Berlin - FC Erzgebirge Aue 'Sah haltbar aus'

Für die Veilchen endete der Ausflug in die Hauptstadt, wie schon in den dreizehn Jahren zuvor, ohne Erfolgserlebnis. Dabei gab es gegen den Tabellenzweiten von vornherein wenig Aussicht auf Zählbares. Dass es aber am Ende ein Freistoßtor von Standardspezialist Mattuschka sein wird, welches zu der 0:1-Niederlage führte, ist besonders bitter. Der Eiserne Kapitän traf in der 62. Minute aus 22 Metern in die Torwartecke, Aues Torhüter Sascha Kirschstein sah dabei alles anderer als gut aus. Zuvor stand das massive Auer Abwehrbollwerk - es ging lediglich darum, irgendwie ein 0:0 nach Hause zu schaukeln - sicher und überstand die wenigen gefährlichen Berliner Aktionen. Ein Kopfball von Terodde (5.) und ein Fernschuss von Mattuschka (41.) sprangen trotz 75-prozentigen Ballbesitzes der Unioner nicht heraus. Dementsprechend sahen die 20.541 Zuschauern eine niveauarme erste Halbzeit, da die Veilchen ihrerseits aus einer kompakten Defensive heraus meistens auf Konter lauerten. Möglichkeiten, wie Dominik Raus Kopfball, der knapp neben das Tor flog (5.), hatten somit Seltenheitswert. Im zweiten Spielabschnitt geriet der FC Erzgebirge immer mehr unter Druck und später ins unbeliebte Hintertreffen. Ein nicht geahndetes Foul an Rico Benatelli im Sechzehner der Eisernen von Kreilach folgte dann ebenfalls diskussionswürdig ein Pfiff von Schiri Markus Schmidt, als Michael Fink gut 22 Meter vor dem Auer Tor Kreilach gefoult haben soll. Dies wäre alles nicht so schlimm, wenn Mattuschka daraus nicht das Tor des Tags erzielt hätte. Er zirkelte die Kugel aus 25 Metern ins untere Eck. Das fünfte Saisontor des Köpenicker Regisseurs sah allerdings haltbar aus. “Das nehme ich auf meine Kappe, den muss ich halten”, resümierte Sascha Kirschstein, der sich für die Ecke hinter der Mauer statt für die Torwartecke entschieden hatte. Union war in der Folge durch Terodde (75.) und Dausch (76., 82.) dem zweiten Treffer näher als Aue dem Ausgleich und siegte im 250. Zweitligaspiel bzw. im 1500. Punktspiel seit Vereinsgründung 1966 wohl auch verdient, da auch die zum Ende zaghaften Auer Angriffsbemühungen – Jakub Sylvestr (80.), Kevin Pezzoni (83.) - nicht zwingend waren. Der FCE bleibt damit das schlechteste Auswärtsteam der Liga (1S-0U-5N) und fiel durch die Niederlage aber auf Platz zwölf zurück.

Spielbericht


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