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FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt 04 'Trostlose Punkteteilung'

Die nackten Zahlen sprechen für eine akzeptable Leistung der Veilchen und gehen im gleichen Atemzug aber in die Bedeutungslosigkeit über. Mit 11:1 Ecken, knapp 62 Prozent Ballbesitz und 50-minütiger Überzahl holt Aue nämlich nur ein mageres Pünktchen und gewann überdies nur eines der letzten sieben Spiele. Dass die Ingolstädter bereits couragierter begannen, nach dem Platzverweis mit zwei defensiven Viererketten Zement anrührten und somit nichts anbrennen ließen, lässt erahnen, wie zäh diese Partie zum Rückrundenauftakt wirklich war. Die nur 7.200 anwesenden Zuschauer bekamen zum 3. Advent ganz wenig geboten. Und so sind die Höhepunkte schnell erzählt: Die Schanzer gingen nach zehn Minuten in Führung - eigentlich. Groß hatte aus 18 Metern abgezogen, sein Schuss klatschte von der Unterkante der Latte hinter der Linie auf. Dies war aber erst nach der Wiederholung in Zeitlupe zu erkennen. Schiedsrichter Christian Fischer entschied auf Weiterspielen. “In dieser Szene hatten wir Glück”, meinte auch FCE-Trainer Falko Götz zur Fehlentscheidung, welche sich dennoch als kleiner Wachruf für seine Elf entpuppte.
Die über weite Strecken spielerisch limitierten Auer drückten die Gäste zunehmend in die eigene Hälfte, der finale Pass bzw. ein genialer Moment sollte sich erst in der 39. Minute einstellen. Nach einem langen Ball in die Spitze lieferten sich Jakub Sylvestr und 04-Kapitän Matip ein hart umkämpftes Laufduell, beide hakten sich mit den Armen ein und gingen zu Boden. Schiedsrichter Fischer entschied auf Foul von Matip und demzufolge auch auf Rot wegen Notbremse und Strafstoß, den Zlatko Janjic allerdings vergab (40.). Schon der zweite verballerte Strafstoß in gut einer Woche - zuletzt hatte Jakub Sylvestr gegen St. Pauli vom Punkt vergeben. Keine drei Minuten später schenkte Erzgebirge Aue erneut eine Riesenmöglichkeit her. Fabian Müller setzte bei einem zu kurzen Roger-Rückpass nach, doch statt den freien Mann zu finden, passte Müller vom rechten Flügel genau in die Füße des zurückgeeilten Groß, der klären konnte. “Man muss da mal auch ein Tor machen. Insgesamt haben wir nie eine Lösung gefunden, Ingolstadt auszuspielen”, keifte Falko Götz, der in der zweiten Hälfte mit ansehen musste, wie die Ingolstädter hinten alles raus köpften und schlugen, was nur in die Nähe des Sechzehners kam. Den Veilchen fiel einfach nichts ein, um die dichte Gästeabwehr zu überwinden. Jakub Sylvestr’s Kopfball knapp über das Tor (66.) war da einfach zu wenig und so hatte die Doppelnull bis zum Schluss Bestand.

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