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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Union Berlin 'Auf Zielgerade eingebogen'

“Wir haben mit dem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, aber wir sind noch nicht durch. Es war heute großer Sport von unserer Seite”, sagte Trainer Falko Götz nach einer packenden Partie mit allerlei Gebotenem. Vor 12.000 Zuschauern im Erzgebirgsstadion zeigte Schiedsrichter Dr. Jochen Drees gleich dreimal auf den Elfmeterpunkt. Den zuletzt gegebenen Strafstoß verwandelte Jakub Sylvestr zum 3:2-Erfolg für die Veilchen, die mit 37 Zählern nur noch drei Punkte vom erklärten 40-Punkte-Ziel entfernt sind. Und wenn man den Auftritt der Mannen in Lila-Weiß betrachtet, sollte dieses Begehr in den letzten fünf Spielen keine wirkliche Hürde darstellen. Dennoch ist Falko Götz beileibe nicht zufrieden: “Wir haben heute eine Menge Fehler gemacht.” Damit meinte der Trainer wohl die liegengelassenen Möglichkeiten in den ersten Spielminuten, als Kapitän René Klingbeil nur die Latte (9.) und Jakub Sylvestr das Außennetz (17.) traf sowie wenig später der Slowake an Unions Keeper Haas scheiterte (20.). Dass sich so etwas rächen könnte, wurde prompt in der 24. Minute unter Beweis gestellt, wenn auch mit Unterstützung vom Schiedsrichtergespann. Schlussmann Martin Männel faustete mit etwas Anlauf einen Flankenball energisch aus der Gefahrenzone, stieß dabei aber auch Brandy und Puncec zu Boden. Der Unparteiische Drees jedenfalls wollte ebenso wie sein Assistent Gittelmann ein Foulspiel erkannt haben, was zur Folge Gelb für Martin Männel und Mattuschkas Führungstreffer per Strafstoß hatte.
Nur sechs Minuten später gab es auf der richtigen Seite den nächsten Elfmeterpfiff, nachdem Puncec Frank Löning an der Strafraumgrenze von den Füßen holte. Jakub Sylvestrs 11m-Ausgleichstor war zugleich das Startsignal bei den überaus agilen Hausherren. Wild entschlossen drängte der FC Erzgebirge die Köpenicker in ihre eigene Hälfte, brannte förmlich ein Offensivfeuerwerk ab. Während Fabian Müller noch an Haas scheiterte (32.), fand ein Benatelli-Freistoß mit leichter Flugbahnveränderung durch Tobias Nickenigs Schädel den Weg ins Tor (33.). Doch durch eine kollektive Schlafeinlage der Auer Defensive musste der unnötige Ausgleich durch Skrzybski (40.) kurz vor der Halbzeitpause hingenommen werden. In der zweiten Hälfte ging es temporeich und rassig weiter. Beide Mannschaften zeigten bis zum Ende Leidenschaft und kämpften um jeden Zentimeter. Fabian Müller auf Auer Seite (65.) und Dausch für die Eisernen (67.) hätten den jeweiligen Führungstreffer markieren können, vergaben aber, was Schiedsrichter Drees wieder auf den Plan rief: Keeper Haas ging zu ungestüm gegen den eingewechselten Solomon Okoronkwo vor, berührte Ball und Gegner - Elfmeter Nummer drei (72.). Das 14. Saisontor von Jakub Sylvestr vom ominösen Punkt setzte den Schlusspunkt unter dieser verrückten Begegnung.

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