VfR Aalen - FC Erzgebirge Aue 'Abstiegskampf geht anders!'
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Aus der Nummer kommt Tomislav Stipic so schnell nicht mehr raus. Beim wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf sollten es mit Thomas Sonntag und Marcin Sieber zwei U19 Spieler richten. Das mag aufgrund der Verletzungsmisere eine Erklärung sein, eine Entschuldigung ist es nicht. Dass man Youngster in kaltes Wasser schmeißen soll, mag ebenfalls stimmen, jedoch nicht, wenn es um den Verbleib des Vereins in Liga Zwei geht. Freilich, wäre das Experiment gut gegangen, hätte sicherlich auch keiner den mahnenden Finger gehoben. Doch so verliert Erzgebirge Aue den Abstiegskrimi klar und verdient mit 3:0 und nahm auch gleich nach der vierten sieglosen Partie die Rote Laterne mit ins Erzgebirge. Der VfR hingegen wollte einfach den Dreier, gab die gesamte Spielzeit über Vollgas und übernahm rasch das Kommando. Vor 7.421 Zuschauern in der Scholz-Arena fielen die Tore allerdings nach Standards. Hofmann (36.) konnte nach dem dritten Eckball der Hausherren ohne Bedrängnis zum 1:0 einköpfen. Den zweiten Treffer hämmerte Quaner ebenfalls nach einer Ecke per Volleyabnahme in die Maschen (72.). Und auch das 3:0 entsprang einem Standard. Nach einer Auer Ecke schlug eben jener 18-jähriger Thomas Sonntag über den Ball. Steinhöfer schloss den daraus resultierenden Konter zwei Minuten vor dem erlösenden Schlusspfiff mit dem 3:0 ab. "Wenn man in Aalen drei Tore schluckt, dann ist das richtig bitter“, wusste auch Kapitän René Klingbeil diese Niederlage bei der weiterhin schlechtesten Offensivmannschaft der 2. Bundesliga einzuschätzen. Doch seine Mannen boten kaum Gegenwehr. Im Abschluss kam viel zu wenig, besonders die zweite Hälfte ging klar und deutlich an den Gegner. Insgesamt 20:5 Torschüsse stehen am Ende auf der Statistiktafel, die vielen verpassten Abschlüsse der Aalener gar nicht mitgezählt. Auf die Veilchen kommen schwere Zeiten zu. Im nächsten Heimspiel gegen Greuther Fürth muss unbedingt ein anderes Gesicht gezeigt werden, um nicht ganz den Anschluss zu verlieren. Dass es dazu Tore braucht, muss man seit der 417 Minuten bestehenden Torflaute nicht extra erwähnen.
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