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Eintracht Braunschweig - FC Erzgebirge Aue 'Abermals selbst vergeigt'

Wie oft hat man in den vergangenen Wochen die Aussagen vernommen, dass Erzgebirge Aue mit nur einem Sieg die Abstiegsränge verlassen könnte. Jedes Mal stieg die lila-weiße Hoffnung, dieses Unterfangen zu meistern und jedes Mal ritzte die Enttäuschung über diesen verlorenen Matchball eine neue Scharte in die treue Fanseele. Gestern Abend war es nun die Partie gegen Braunschweig, die die wichtigen Big Points bringen sollte. Nach zwei Minuten sah dies aber keineswegs so aus, als Jan Hochscheidt die Kugel nach Patzern der Auer Hintermannschaft seelenruhig einschob, dass die Festung Eintracht-Stadion fallen würde. Weit gefehlt. Mit starkem Selbstbewusstsein stürmte Aue in Richtung Gikiewicz-Kasten und wurde für die mutige Spielweise belohnt: Bobby Wood schloss ein sensationelles Solo mit einem strammen 16-Meter-Schuss ins Toreck ab (11.). Als dann Stipe Vucur eine Flanke von Fabian Müller nach gut einer halben Stunde zur Führung in die Maschen köpfte, wurde es mucksmäuschenstill im mit 20.200 Zuschauern gefüllten Rund. Einzig der nun vor Freude sprudelnde Gästeblock schmetterte seine Gassenhauer dem gemeinen Pöbel entgegen. Und hätte Clemens Fandrich in der 41. Minute das dritte Auer Tor gemacht, so wäre dies sicherlich vorentscheidend gewesen.

Die Geschichte dieses Fußballabends lehrt uns aber, dass nicht immer die Guten gewinnen werden. So erhöhte im zweiten Durchgang die Eintracht den Druck oder mit den Worten von FCE-Coach Tomislav Stipic: “Das 2:1 zur Pause war völlig verdient. Danach hatten wir nicht mehr den Zugriff auf das Spiel.” Zu defensiv abwartend nahm ab der 69. Minute das Schicksal seinen Lauf und Lila-Weiß musste die Gegentreffer von Zuck (69.), Berggreen (77.) und Pfitzner (88. Foulelfmeter) hinnehmen. Auch die seit der 70. Minute bestehende Überzahlsituation für den FCE verpuffte ebenso, wie der Traum des Auswärtssieges, welcher kurzzeitig durch Stefan Mugosas Schlenzer, den Eintracht-Torwart Gikiewicz gerade noch um den Pfosten (64.) lenkte, sowie den knappen Freistoßversuch von Romario Kortzorg (71.), der später verletzt raus musste, auflebte.

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