1. FC Union Berlin - FC Erzgebirge Aue 'Eisernen Dank'
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“Wir werden uns gegen Aue sehr professionell verhalten, alles geben und keine Geschenke verteilen”, sagte Union-Coach Norbert Düwel noch vor der Partie. Die Beurteilung nach dem Auftritt seiner Jungs und dem Beenden der Serie von acht Heimspielen ohne Niederlage klang jedoch ernüchternd: “Nur 20 Minuten am Spiel teilzunehmen, ist einfach zu wenig, auch war läuferisch und kämpferisch viel Luft nach oben.” Dennoch hatten die Eisernen vor großartiger Kulisse von 21.035 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Alten Försterei nach nur 89 Sekunden die erste Riesenchance zur Führung, die Leistner mit dem Kopf aus sechs Metern zum Glück für Aue nicht nutzte. Danach war es vorbei mit der heimischen Herrlichkeit und die Veilchen, unterstützt von 2.300 mitgereisten Lila-Weißen im sagenhaft lautstarken Gästeblock, witterten Morgenluft, nutzten den ersten Fehler der Berliner Hintermannschaft gnadenlos zur eigenen Führung: Ohne Gegenwehr konnte Fabian Müller von der rechten Seite auf Bobby Wood passen, der an der Strafraumgrenze die Kugel direkt zu Stefan Mugosa weiterleitete und dieser mit der Pike einnetzte (23.).
Nur zwölf Minuten später hätte Stefan Mugosa seinen fünften Saisontreffer nachlegen können, scheiterte aber nach sensationellen Schönfeld-Zuspiel schlussendlich im Eins-Zu-Eins an Union-Torwart Haas. Als nach 62 Minuten Clemens Fandrich einen Pass von Rico Benatelli im Fallen per Bogenlampe zum 2:0 verwertete, war die Partie praktisch gelaufen. Daran änderte auch der Anschlusstreffer aus 23 Metern des eingewechselten Kobylanski zwei Minuten später nichts. Die letzte Entschlossenheit fehlte heuer bei den Berlinern - ob nun geschenkt oder doch ein Leistungstief, kann jeder für sich ausmachen. Um es mit den Worten von Unions Innenverteidiger Parensen zu sagen: “Heute hat die Mannschaft gewonnen, die es wollte. Wir wollten das nicht. Oder eben nur ein bisschen.” Für Erzgebirge Aue jedenfalls, war es ein lebenswichtiger Erfolg, denn trotz zweier Siege am Stück bleiben die Veilchen auf Relegationsplatz 16, weil Konkurrent St. Pauli gleichzeitig in Kaiserslautern siegte und am Vorabend 1860 sowie Aalen ebenfalls nichts anbrennen ließen: Absteigen möchte keiner, aber Aufsteigen wohl auch nicht...
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