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Martin Männel: "Es ist einiges möglich"

Gleich nach Trainer Pavel Dotchev war er die wichtigste Personalie in Aue: Torhüter und Publikumsliebling Martin Männel unterschrieb als Erster des Kaders für die Saison 2015/16 und ist nur einer von vier Spielern, die nach dem Abstieg geblieben sind. Der 27-Jährige sprach im Trainingslager in Bad Blankenburg mit Thomas Nahrendorf über die ersten Tage mit dem neuen Team. Das veröffentlichte Interview auf kicker.de mit dem Erzgebirge-Torwart:

kicker.de: Martin Männel, Sie sind einer von nur vier “Überlebenden” des alten Kaders. Haben Sie mit so einem gewaltigen Umbruch gerechnet?
Martin Männel: Absolut nicht. Das hat mich schon überrascht. Einen Tag nach dem Abstieg in Heidenheim haben wir uns getroffen. Da haben sieben, acht Spieler ihre Bereitschaft signalisiert, die 3. Liga mit anzugehen. Aus verschiedensten Gründen kam es aber anders.

kicker.de: Sie waren mit Steve Breitkreuz und Sebastian Hertner lange Zeit der Einzige im Kader. Haben Sie zwischendurch mal gezweifelt, das Richtige getan zu haben?
Martin Männel: Auch da ein ganz klares Nein. Ich war fest davon überzeugt, dass der Verein alles dafür tun wird, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. Das hat er auch getan. Es ist zwar alles noch sehr neu, aber wie ich finde sehr gut.

kicker.de: Vor sieben Jahren gab es nach dem Abstieg auch einen gewaltigen Umbruch. Damals kamen Sie neu dazu. Jetzt sind Sie der Dienstälteste und müssen Verantwortung übernehmen.
Martin Männel: Das werde ich auch tun, habe ich aber auch schon in den Vorjahren. 2008 waren Strategen da, die das Heft in die Hand genommen und uns junge Leute geführt haben. Ich werde mich bemühen, nun mit derjenige zu sein, der der Mannschaft Halt gibt.

kicker.de: Wer hat noch das Zeug dazu?
Martin Männel: Nicky Adler auf alle Fälle. Er hat die Erfahrung. Auch Sebastian Hertner sehe ich in so einer Rolle. Er ist jetzt ein halbes Jahr hier, kennt die Gepflogenheiten.

kicker.de: Wie ist Ihr Eindruck von der neuen Mannschaft nach den ersten Trainingstagen?
Martin Männel: Durchweg positiv. Das sind alles gute Jungs, die fußballerisch viel auf dem Kasten haben. Alle geben Vollgas, wollen sich so schnell wie möglich integrieren. Alle wollen nach Aue ziehen. Es sind bis jetzt zehn Neuzugänge, und keiner tickt aus. Das hat man eher selten.

kicker.de: Können Sie nach so kurzer Zeit schon sagen, welche Rolle der FCE spielen wird?
Martin Männel: Das ist schwer. Wir nutzen das Trainingslager, um uns noch viel besser kennenzulernen, auf dem Platz und daneben. Wir führen viele Gespräche, da klinke ich mich natürlich mit ein. Wir werden zu Saisonbeginn etwas brauchen. Aber wenn wir uns gefunden haben, ist einiges möglich.


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