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FC Erzgebirge Aue - Stuttgarter Kickers 'Erster Drittliga-Dreier'

Nach dem Sieg im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth gingen die Veilchen gestern im Spielbetrieb der 3. Liga ebenfalls als Gewinner vom Platz. Björn Kluft (36.) und Sebastian Hertner (85.) per Foulelfmeter sorgten für einen 2:0-Heimerfolg gegen die Stuttgarter Kickers und feierten den ersten dreifachen Punktgewinn der Spielzeit. “An die Hämmer nach dem Spiel könnt ich mich gewöhnen”, sagte Simon Handle auf seiner Facebook-Seite und zeigte sich, wie auch seine anderen Mannschaftskollegen, überglücklich auf Siegerposen. Doch bis die drei Punkte im Sack waren, mussten die 7.250 Zuschauer lange mit Fussball-Magerkost auskommen. Obendrein agierten die Gäste aus Stuttgart einen Tick besser und zielstrebiger. So gehörte die erste gefährliche Aktion auch der Elf von Horst Steffen: Braun hatte aus 20 Metern abgezogen (12.) und forderte Aues Keeper Martin Männel heraus, der heuer wieder einen Sahnetag erwischte. So lenkte der Schlussmann mit einem Riesenreflex auch den Aufsetzer-Kopfball von Badiane (23.) noch über das Tor und den Schuss von Leutenecker noch an den Pfosten (28.).
Dieser Aluminiumknaller und die Verletzung von Nicky Adler, der wegen Oberschenkelproblemen den Platz für Neuzugang Mario Kvesic frei machte (33.), war der Weckruf für Lila-Weiß. Mit der Umstellung auf ein 4-2-3-1-System wurde die Stuttgarter Defensive sogleich ausgehebelt. Dafür reichte ein weiter Ball von Martin Männel über den Eingewechselten zu Simon Skarlatidis, der dann den Turbo zündete und zwei Gegenspieler stehen ließ. Seine Hereingabe fand den am Elfmeterpunkt völlig freistehenden Björn Kluft, welcher per Kopf nur noch vollenden musste (37.). Nach dem Seitenwechsel ließen die nun tiefstehenden Hausherren hinten wenig zu und die vielen Unterbrechungen durch viele kleine Fouls sowie Nicklichkeiten spielten den Veilchen ebenfalls in die Karten. Apropos Karten. Schiedsrichter Günter Perl zeigte sieben Gelbe sowie eine Rote Karte, blieb damit im Schnitt seiner bisherigen Auftritte mit Auer Beteiligung. Auch, dass die letzten sieben (Heim)Partien unter seiner Leitung nie verloren gingen, wurde bestätigt. Denn nachdem der Rote Karton für Kickers-Schlussmann Klaus wegen Notbremse an Tom Nattermann gezogen wurde und das SVK-Wechselkontingent bereits voll ausgeschöpft war, verwandelte Sebastian Hertner den fälligen Foulelfmeter gegen Feldspieler Fischer nicht ganz unhaltbar zum 2:0. Mit zwei Toren Vorsprung im Rücken und einem Mann mehr auf dem Platz war das Ding dann auch gegessen.

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