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FC Erzgebirge Aue - VfR Aalen '3 Punkte und Martin auf dem Zaun'

Auch am fünften Spieltag läuft es für die Veilchen mehr als nur rund. Wenn man den Pokalerfolg mitzählt, dann kann die Dotchev-Elf auf eine Siegesserie von 4 Spielen zurückschauen. Gegen Mitabsteiger Aalen entschied ein Fernschuss von Louis Samson (30.) zum 1:0 die Partie an diesem Mittwochabend, welcher von beeindruckenden 8.000 Zuschauern zünftig gefeiert wurde. Und war es im vergangenen DFB-Pokalspiel noch Simon Skarlatidis, der auf den Zaun musste, um die Hämmer anzustimmen, sollte heuer Kapitän Martin Männel den Capo spielen. Jedoch wo Licht ist, da ist leider auch Schatten. So war die saublöde Aktion fünf Minuten vor Schluss, die mit einem Platzverweis für Björn Kluft endete, mehr als unnötig. Die sinnfreie Unsportlichkeit richtete zum Glück keinen weiteren Schaden an, sodass die drei Punkte im Erzgebirge blieben - und das völlig verdient.
Die Grundlage für den Sieg wurde in der 1. Halbzeit gelegt. Mit atemberaubenden Powerplay ließen die Veilchen dem VfR keinen Platz zur Entfaltung, agierten aber wieder beim finalen Pass zu umständlich. So warteten die Zuschauer geduldig auf etwas Zählbares. In Spielminute 30 wurden sie dafür belohnt, denn eine der vielen Möglichkeiten nutzte Louis Samson zum Tor des Tages. Sein abgefälschter 18-Meter-Hammer schlug für VfR-Schlussmann Bernhardt unhaltbar im Winkel ein. Auch danach fand das Spielgeschehen fast ausschließlich in der Aalener Hälfte statt. Das 0:1 aus VfR-Sicht zur Halbzeit durchaus schmeichelhaft. Im zweiten Abschnitt drückten die Hausherren erneut aufs Tempo. Mike Könnecke (48.) und Simon Skarlatidis (66.) zwangen Aalens Schlussmann zu spektakulären Rettungstaten. Aue verpasste es jedoch, den zweiten Treffer nachzulegen und so blieben die Schwarz-Weißen im Geschäft. Mit der drohenden ersten Saisonniederlage im Rücken setzte VfR-Coach Vollmann mit dem dritten Wechsel dann alles auf eine Karte. Der nun etwas mehr geforderte Martin Männel behielt im Gewühl jedoch die Übersicht. In der Schlussphase wurde es plötzlich noch einmal hektisch. Björn Kluft wurde von Schwabl gefoult und ließ sich anschließend zu einem Schubser gegen den VfR-Kapitän hinreißen. Schiedsrichter Lasse Koslowski entschied sofort auf Tätlichkeit und schickte den Auer Stürmer unter die Dusche. Doch dies sollte den vergnüglichen Fußballabend nicht allzu viel trüben.

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