
Es bleibt dabei: Martin Männel ist der einzige Keeper der ersten drei Ligen, der daheim noch nicht hinter sich greifen musste. Sieben Heimspiele und Null Gegentore - Rekord in der 3. Liga. Saisonübergreifend und inklusive DFB-Pokal gegen die SpVgg Greuther Fürth sind es sogar schon neun Partien vor eigenem Publikum in denen Martin Männels weiße Weste Bestand hat. Allerdings stand gegen den 1. FC Magdeburg vorne ebenfalls nur die allgegenwärtige Null. Das Sorgenkind Offensive wusste selbst mit einer Doppelspitze vor 10.050 Zuschauern nicht zu überzeugen. Dabei waren vor allem in der zweiten Halbzeit etliche Chancen zur Führung vorhanden. Die drückenden Hausherren brachten das Runde aber einfach nicht ins Eckige - Phrasenschwein olé. Und wenn doch einer reinrutschte, wie beim erfolgreichen Abschluss von Nicky Adler nach Zuspiel von Simon Skarlatidis in der 12. Minute geschehen, dann hob der Assistent an der Seite sein Ärmchen und entschied berechtigterweise auf Abseits. Auf Seiten der Gäste, die mit ihrem Topstürmer Beck noch auf ihren ersten Auswärtssieg in der 3. Liga warten, lief noch weniger zusammen. Ein 18-Meter-Chahed-Schlenzer, den Martin Männel aus dem Winkel kratzte, war dennoch nicht ganz ungefährlich (28.).
Nach dem Pausentee vergaben dann Adam Sušac (48.), Nicky Adler (52.), Tom Nattermann (58.), Steve Breitkreuz (70.), Simon Skarlatidis (75.) sowie die eingewechselten Mike Könnecke (78.) und Björn Kluft (75./ 85.) gute bis sehr gute Möglichkeiten, um der torlosen Durststrecke ein Ende zu bereiten. Geholfen hat es bekanntlich nicht. Die Veilchen, weiterhin als Tabellenfünfter mit drei Punkte Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz, warten jetzt seit 327 Minuten auf einen eigenen Treffer und seit vier Spielen auf einen Sieg. Wenigstens gab es für Roberto Hartisch ein Happy End. Kurz vor Spielbeginn überraschte er seine Jessica mit einem Heiratsantrag. Die ahnungslose Fahnenschwenkerin mitten im Anstoßkreis sagte natürlich “Ja”.
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