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FC Erzgebirge Aue - FC Rot-Weiß Erfurt 'Beste Defensive bekommt Kratzer'

Stefan Krämer, seines Zeichens Fußballlehrer, absolvierte bereits sein zweites Spiel in dieser Saison hier in Aue. Damals war er Trainer des FC Energie Cottbus, ging mit 0:1 baden und verlor im Anschluss den Posten als Lausitzer Chefcoach. Nun betreut er das Team aus Erfurt, machte es im Erzgebirge etwas besser und nahm einen Punkt mit in die thüringische Blumenstadt. Für die Veilchen reichte dieses 2:2-Unentschieden immerhin, um Tabellenplatz zwei zurückzuerobern und weiter unbesiegt im eigenen Stadion zu bleiben. Bereits in der fünften Minute schien auch alles für den FC Erzgebirge zu laufen. Cebio Soukou bekam den Ball an der Strafraumgrenze über Mario Kvesic und Max Wegner zugespielt, vernaschte im Anschluss Odak und ließ auch Klewin im Tor der Thüringer keine Abwehrchance. Doch der zweite Saisontreffer des Ex-Esseners lähmte augenscheinlich das Offensivspiel und man bettelte förmlich um den Ausgleich. Und wenn die Einstellung eben nicht bei 100 Prozent liegt, passiert halt das, was sich in der 45. Minute abgespielt hatte: Brückner wurde nur halbherzig bei seiner Hereingabe gestört, Cebio Soukou fälschte dieses Ding dann auch noch so ab, dass sie Benamar genau vor die Füße fiel und das Leder mit einem humorlosen Abschluss aus 14 Metern den Weg in die Maschen fand - 1:1 (45.).
Der Pausenschocker schlechthin und der ewige Drittligist legte auch noch nach. Nach einem Aydin-Eckball lupfte Tyrala die Kugel hoch in den Sechzehner, wo die auf Abseits spekulierten Veilchen das Nachsehen hatten und Nikolaou per Kopfballbogenlampe die Führung der Erfurter erzielte (57.). Bis dahin hatte der FC Erzgebirge erst zwei Tore vor heimischen Publikum kassieren müssen, heuer waren es dann vier. Eins brachte der Rückstand aber mit sich, die Hausherren besannen sich nun endlich wieder auf das Wesentliche, dem Fußball. Zwar biss man sich gegen knüppelharte Gegner die Zähne aus und man diskutierte viel zu viel über und mit dem Schiedsrichter, doch schlussendlich bewies Pavel Dotchev das goldene Händchen bei seinem Wechsel. Nach einem überragenden Pass von Cebio Soukou startete der eben eingewechselte Pascal Köpke genau im richtigen Augenblick, war halbrechts durch und schob die Kugel unter Erfurts herauseilendem Schlussmann Klewin hindurch flach ins lange Eck (78.). Nur vier Minuten später lag der Ball ein drittes Mal im Netz der Rot-Weißen. Doch bei Steve Breitkreuz’ Kopfballverlängerung stand der vermeintliche Torschütze Cebio Soukou im Abseits und der Treffer zählte nicht. In der aufgeheizten Schlussphase war an geordnetem Spielaufbau eh nicht mehr zu denken und es blieb beim 2:2-Unentschieden, wodurch die Veilchen ihre Serie von 13 ungeschlagenen Partien ausbauen konnten und zugleich das beste Team der Rückrunde stellen.

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