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Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue 'Mit Effizienz zum Sieg'

Auch wenn der sportliche Wert überschaubar ist, freiwillig wollte das Halbfinale niemand verlieren und mit dem gestrigen 3:0-Erfolg bei Dynamo Dresden steht die Profimannschaft der Veilchen nun ein siebentes Mal im Finale des Sachsenpokals, die aber nur 2000, 2001 und 2002 gewonnen werden konnten. Wie man sich im noch nicht genau terminierten Endspiel gegen den FSV Zwickau schlagen wird, bleibt abzuwarten, da der eigentlich vorgesehene Termin am 28. Mai 2016 zwei Wochen nach dem Saisonhalali der dritten Liga von statten geht und die Jungs von Pavel Dotchev zu diesem Zeitpunkt schon in Urlaubsstimmung sind. Und nur mit einer B-Elf antreten, kann bekanntlich nach hinten losgehen, was die Landeshauptstädter gestern selbst erfahren mussten. Mit einer stark veränderten Formation versuchte Dynamo-Trainer Neuhaus der zweiten Reihe eine Chance zu geben, sich zu zeigen. Unter anderem saßen Stammkeeper Blaswich, Hartmann, Lambertz und Torjäger Eilers auf der Bank. Der FC Erzgebirge hingegen, lief mit Topbesetzung auf und hatte nur in den Anfangsminuten einige brenzlige Situationen zu überstehen. In der 16. Minute lag der Ball sogar im Tor von Aue. Der vermeintliche Treffer von Tekerci zählte aber nicht, da Keeper Martin Männel zuvor von Kutschke gefoult worden war. Keine sechs Minuten später klingelte es auf der richtigen Seite. Vor den Augen von Bundes-Torwarttrainer Andreas Köpke netzte sein Sohn Pascal nach feinem Zuspiel von Christian Tiffert zum 1:0 Führungstreffer ein.
Nun agierte man vorbehaltlich aus einer starken Defensive heraus und überließ Dresden das Spielgeschehen, die zwar mehr Ballbesitz hatten, jedoch daraus aber kein Kapital schlagen konnten, da auch ihr zweites Tor aufgrund einer Abseitsstellung zurecht die Anerkennung verweigert wurde (29.). Bis zur Pause drückten die Hausherren weiter aufs Tempo, die Tore machten aber die Veilchen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Simon Skarlatidis nervenstark und technisch einwandfrei: Der Mittelfeldmann hatte nach einem Zuspiel von Nicky Adler genug Zeit, die Kugel im Sechzehner mit seinen Kronjuwelen zu stoppen und anschließend zu versenken. Im zweiten Abschnitt war Dynamo um Schadensbegrenzung bemüht, drückte vehement auf den Anschlusstreffer. Die gut organisierte Auer Defensive, welche mit nur 19 Gegentreffern die beste Abwehr der 3. Liga stellt, ließ jedoch keine gefährlichen Tormöglichkeiten zu. Stattdessen leistete sich Kreuzer einen Aussetzer und spielte einen Rückpass direkt in den Lauf von Mario Kvesic, der sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ und in der 67. Spielminute auf 3:0 erhöhte. Im mit 24.956 Zuschauern gefüllten DDV-Stadion wurde es verdammt leise. Einzig der proppenvolle Gästeblock schmetterte sein Liedgut in die sonnendurchflutete Arena. Als zum Ausklang des erfolgreichen Osterspaziergangs noch der Steiger und die gekreuzten Hämmer zelebriert wurden, wuchs der Frust beim Dresdner sowie Zwickauer Pöbel ins Unermessliche. Auf ein erneutes Kräftemessen müssen alle Beteiligten aber nicht lange warten, bereits am 30. April 2016 stehen sich beide Teams in der Liga noch einmal gegenüber.

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