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FC Erzgebirge Aue - SV Werder Bremen II '60-Punkte-Marke geknackt'

Die Festung Erzgebirgsstadion konnte auch von den Bremer Amateuren nicht eingenommen werden, damit stehen für die Veilchen in 17 ungeschlagenen Heimspielen beachtliche neun Siege und acht Unentschieden bei einem Torverhältnis von 19:4 zu Buche. Mit einem 1:0-Erfolg vor 8.400 Zuschauern bekräftigte die Dotchev-Elf zudem den 2. Tabellenplatz, kommt beifolgend dem Aufstieg in die 2. Bundesliga immer näher. Rechnerisch kann noch viel passieren, doch die acht Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten Osnabrück sind bei noch fünf ausstehenden Spielen erstmal ein Hausmarke. Das Tor des Tages fiel in der 58. Minute - endlich, müsste man meinen. Was die Veilchen für Bretter im drittletzten Heimspiel der Saison versiebt haben, geht bekanntlich nicht auf die berüchtigte lila-weiße Kuhhaut.
Der FC Erzgebirge war über die gesamten 90 Minuten das bessere Team und hätte durchaus höher gewinnen können, doch Werder Schlussmann Duffner erwischte einen Sahnetag, brachte die Offensive der Veilchen mehrfach zur Verzweiflung. Bei Calogero Rizzutos Versuch in der 18. Minute, knapp am linken Pfosten vorbei, musste der Keeper, wie auch beim Aluminiumtreffer von Pascal Köpke in der 30. Minute, nicht eingreifen. Mario Kvesics direkten Freistoß aus gut 30 Metern kratzte er zwar aus dem Eck, allerdings wohl erst hinter der Linie (25.). Die heftigen Auer Proteste auf dem Rasen und von den Rängen halfen nichts, das Schiedsrichtergespann um Florian Kornblum hatte keinen Treffer erkannt. Das Auslassen solcher Großchancen ging auch im zweiten Spielabschnitt weiter. Pascal Köpke schoss zweimal knapp vorbei (55. / 80.), Mario Kvesic scheiterte nach herrlichem Zuspiel von Nicky Adler ebenfalls doppelt am Werder Rückhalt (67.) und konnte ihn auch nicht in der 75. Minute überwinden. Auf die Siegerstraße hatte die Veilchen Nicky Adler gebracht: Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte legte Simon Skarlatidis in die Mitte, dort verpasste Pascal Köpke zunächst die Kugel, doch dahinter stand Nicky Adler goldrichtig und nagelte seinen sechsten Saisontreffer leicht abgefälscht in die Maschen. Es sollte bekanntlich reichen, da auch der Siegtorschütze in der Nachspielzeit die Kugel nur an die Unterseite der Querlatte schießen sollte.

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