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Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue 'Ersten Matchball vergeben'

Nachdem die Veilchen zum zweiten Mal in dieser Saison im Dresdner DDV-Stadion angetreten waren und sich nun mit einer Punkteteilung zufrieden geben mussten, bleibt das Aufstiegsrennen weiterhin spannend. Da der Verfolger Würzburg sein Auswärtsspiel bei Energie Cottbus nach 0:1-Rückstand drehen und gewinnen konnte, schrumpfte der Abstand auf vier Zähler. Dennoch hat der FC Erzgebirge Aue alles selbst in der Hand und wie wichtig der gewonnene Punkt gegen den frisch gebackenen Meister und künftige Zweitligist Dynamo Dresden sein kann, hat auch Martin Männel erkannt: “Würzburg muss jetzt beide Spiele gewinnen, und wir wollen nächste Woche gegen Fortuna Köln gewinnen und den Aufstieg klar machen.” Dazu muss aber jeder 100 Prozent geben, denn gerade in der ersten Halbzeit fehlten vereinzelt der nötige Biss und die Entschlossenheit, wie sie im Pokalspiel gezeigt wurde, das eigene Spiel dem Gegner aufzuzwingen. Vielmehr agierte man ziemlich nervös, mit Fehlern im Spielaufbau und kam so nur vereinzelt vor das Tor von Dresden. Die Hausherren hingegen ließen keine Zweifel aufkommen, die Wiedergutmachung aus dem 0:3-Debakel im Sachsen-Pokal schnellstmöglich mit Toren zu untermauern. Während in Minute 20 der Linienrichter noch was dagegen hatte, fiel nur sechs Minuten später dann fast schon mit Ansage das 1:0 für die Fahrradbeleuchter: Einen schnell ausgeführten Freistoß von Stefaniak landete bei Kreuzer, der von der Grundlinie aus die Kugel über die gesamte Auer Abwehr hinweg auf den Kopf von Hefele zirkelte, welcher am zweiten Pfosten sich gegen Steve Breitkreuz grenzwertig Platz verschaffte und aus einem Meter einnetzen konnte.
Zum Glück schraubte die Neuhaus-Elf das Pressing auf ein Minimum herunter, Aue wurde langsam wach und versuchte mit mehr Ballbesitz in Richtung gegnerisches Tor zu kommen. Simon Skarlatidis (28.), mit einer Volleyabnahme aus 18 Metern, und Pascal Köpke (43.), der den Ball im Fünfmeterraum jedoch nicht richtig traf, hatten vor der Pausenpredigt die besten Möglichkeiten zum Ausgleich. Der fiel dann in der 66. Minute: Der kurz zuvor eingewechselte Cebio Soukou passte quer zu Mario Kvesic, welcher sich an der Strafraumlinie die rechte untere Torecke aussuchte und mit viel Gefühl vollendete. Nun war Feuer drin, der ausverkaufte Gästeblock erwachte ebenfalls aus seinem Dämmerschlaf und das nette lila, vom K-Block aufgeblasene Schweinchen wurde fast zu Lachnummer. Doch ein zweites Tor für die Veilchen sollte nicht mehr fallen. Da auch Dynamo das Eckige verfehlte, endete das Prestige-Duell so wie das Hinspiel mit einem 1:1-Unentschieden. “Für mich ist wichtig, dass die Moral stimmte”, sagte FCE-Coach Pavel Dotchev, der im kommenden Auswärtsspiel auf Mario Kvesic und Nicky Adler verzichten muss. Beide Spieler sind bei Fortuna Köln gelbgesperrt, aber womöglich im Gästeblock zu finden.

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