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FC Erzgebirge Aue - FSV Zwickau 'Nach Aufstieg nun auch Pokalsieger'

Es war ein Derby, was sich in all seinen schönen und auch hässlichen Facetten widerspiegelte. Aber das zumindest sportlich Wichtigste: Erzgebirge Aue gewann dieses Prestigeduell gegen den Erzrivalen FSV Zwickau mit 1:0. Mit dem Tor des Tages in der 60. Minute von Mario Kvesic sicherte sich eine B-Elf der Veilchen nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga nun auch den Sachsenpokal - zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte (2000, 2001, 2002). Einen Fußballleckerbissen bekamen die 7.560 Zuschauer auf der Baustelle Erzgebirgsstadion allerdings nicht serviert. Während das Feuerwerk mehrfach im Gästeblock abgebrannt wurde, ging es auf dem Rasen deutlich gedämpfter zu Werke. Aue machte nur das Nötigste und ließ der Mannschaft von Torsten Ziegner zunächst mehr Platz. In der 20. Minute wäre dies den Veilchen fast zum Verhängnis geworden. Louis Samson brauchte zu lange, um den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, das Nachsetzen der Zwickauer endete im Torjubel der Gäste. Zum Glück stand der vermeintliche Torschütze Zimmermann bei der Schussabgabe im Abseits.
Allerdings diente diese kleine Ohrfeige nicht als Wachrüttler. Zwar gab es in der Auer Defensiv keinen Aussetzer mehr, offensiv wollte jedoch nichts gelingen. Die Feierlichkeiten der letzten Tage steckten den Veilchen wohl noch in den Knochen, sodass Torchancen lange Mangelware waren. “Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, Einstellung und Moral haben aber gestimmt”, hatte auch Pavel Dotchev erkannt und war froh, dass “meine Jungs noch einmal die nötige Siegermentalität entwickelt haben.” Zwischen der 55 und 65 Spielminute drückten die Hausherren kurz mal aufs Tempo und machten mit einer guten Aktion vor dem Tor des Regionalligisten den entscheidenden Treffer: Max Wegner legte sehenswert per Hacke auf Mario Kvesic ab, der aus 16 Metern abzog und den umjubelten Siegtreffer erzielte (60.). Zwickau stemmte sich nun gegen die drohende Niederlage. Doch bis auf einen Schuss vom eingewechselten Frick, welcher nur knapp am rechten Pfosten vorbeihoppelte (74.), sollte dem Pokaltriumph der Auer nichts mehr im Wege stehen. Und so mussten sich die Westsachsen bereits zum dritten Mal in einem Endspiel dem FC Erzgebirge Aue geschlagen geben. Während es die Zwickauer Spieler sportlich fair nahmen, sorgte der mitgereiste Anhang auf ihre Art für Frustbewältigung. Das auch noch die RedKaos-Fahne zerschnitten wurde, half nicht wirklich, den Gästemob zu beruhigen.

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