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FC Erzgebirge Aue - Preußen Münster 'Eines Aufsteigers würdiger Abschluss'

Auch wenn es im letzten Drittligaspiel der Saison für die Veilchen um so gut wie nichts mehr ging, schickten sie Preußen Münster freilich mit einem klaren 3:0 nach Hause und bleiben damit über die gesamte Spielzeit gesehen im eigenen Stadion ungeschlagen – von Liga eins bis drei schaffte das bis auf den BVB niemand. Insgesamt stehen 19 Siege, 13 Unentschieden und nur sechs Niederlagen zu Buche. Das ergibt eine Wahnsinnsausbeute von 70 Zählern. Da kann man nur immer wieder den Hut ziehen. Auch die 9.000 Zuschauer im weiten Rund kamen aus dem Jubeln gar nicht raus. Bereits acht Minuten vor Spielende versammelten sich um das gesamte Spielfeld zig Fans, um im Anschluss mit ihren Aufstiegshelden auf dem Grün frenetisch zu feiern.
90 Minuten zuvor gab es eine muntere Partie, jedoch mit überschaubaren Chancen auf beiden Seiten. Nichtsdestotrotz fand die erste Möglichkeit für die Veilchen sogleich den Weg ins Tor. Pascal Köpke verwertete aus acht Metern das Zuspiel von Cebio Soukou zur Führung (13.). Die Gäste aus Münster kamen durch lange Bälle über die Außen immer wieder schnell vor das vom 19-jährigen Robert Jendrusch gehütete Tor, doch gefährlich wurde es für die Auer Abwehr selten. Aber auch die Hausherren schafften es nur vereinzelt den Defensivblock der Münsteraner zu überwinden. Und wenn es aus dem Spiel heraus nicht klappte, musste eben ein Standard weiterhelfen, den Vorsprung auszubauen. Gut 20 Meter vor dem Tor setzte Simson Skarlatidis zum Freistoß an. Sehenswert flog die Kugel über die Mauer ins linke Eck - unhaltbar von SC-Keeper Schulze Niehues (41.). In Durchgang zwei plätscherte die Partie schließlich dem Saisonende entgegen. Der Dotchev-Elf war anzumerken, dass sie einfach nicht mehr mussten und sich folglich darauf konzentrierten, die Führung zu verwalten und die Partystimmung aufzusaugen. Daher voll euphorisiert setzte der eben eingewechselte Nicky Adler zum Fallrückzieher an, der vom Schlussmann gerade noch geklärt werden konnte (70.). Als dann Pascal Köpke sieben Minuten später die Hereingabe von Calogero Rizzuto per Hacke aufs Tor brachte, war der Torhüter abermal an diesem herrlichen Tag geschlagen und das Spiel entschieden (83.). Ehe die Dämme im Erzgebirgsstadion komplett zu brechen drohten, pfiff FIFA-Referee Marco Fritz die Partie pünktlich ab und ließ den lila Aufstiegs-Emotionen freien Lauf. Nach nur einem Jahr verabschiedet sich Aue wieder aus dem Drittliga-Dasein.

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