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FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt 04 'Elfmeter-Krimi sorgt für Erstrunden-Aus'

Nach 120 Minuten Pokalfight und einem schier unendlichen Elfmeterschießen stand der Gewinner fest. Leider waren es nicht die Veilchen, die in ihrer 17. DFB-Pokal-Teilnahme das Ticket für die 2. Runde zogen. Vielmehr zeigte der Gast aus Ingolstadt keine Nerven und verwandelte auch seinen achten Elfmeter souverän, sodass der zuvor verschossene Elfer von Nicky Adler das bittere Aus für den FC Erzgebirge bedeutete. Die Schanzer, die im sechsten Gastspiel in Folge in Aue unbesiegt blieben, übernahmen sofort die Initiative und versuchten die Veilchen mit frühzeitigem Pressing aus der Reserve zu locken. Da deren Abschlüsse doch sehr zerfahren wirkten und die Hausherren sich immer mehr befreien konnten, entwickelte sich eine offen gestaltete Partie ohne wirklichen Aufreger. Die mit Abstand beste Möglichkeit des ersten Durchgangs bot sich dennoch Dimitrij Nazarov, der im vollen Lauf einen Soukou-Pass mitnahm und dann aus wenigen Metern und spitzem Winkel abschloss - mit dem linken Knie verhinderte Ingolstadts Keeper Nyland den Einschlag (37.).
Nach dem Pausentee war es aber wieder der Erstligist, der eine schnelle Entscheidung suchte. Leckie verfehlte mit einem Kopfball das Auer Gehäuse nur knapp (47.) und Hartmann scheiterte aus acht Meter am großartig reagierenden Torhüter Martin Männel (60.). Insgesamt ballerte die Mannschaft von Markus Kauczinski 26-mal erfolglos auf den Kasten des Kapitäns. Bei den Veilchen stehen hier 15 Torschüsse zu Buche, davon allein sieben von Mario Kvesic, der in der 81. Minute einen Freistoß an den linken Pfosten setzte und im letzten Akt der regulären Spielzeit knapp verzog. In der Verlängerung gab es nur wenige Höhepunkte: Nyland parierte einmal gegen Nicky Adler (99.), Martin Männel rettete gegen Lex (116.) und Mario Kvesic setzte einen Freistoß aus 18 Meter knapp über die Querlatte (118.) - dann war der verbissene Pokalfight zu Ende. Die Elfmeterlotterie vor der neuen Westtribüne musste entscheiden, mit “dem Quäntchen Glück, was man im Pokal einfach auch mal braucht”, resümierte Ingolstadts Trainer Kauczinski. Sein Gegenüber Pavel Dotchel muss seine Jungs nun erstmal wieder Aufrichten: “Wir stehen mit leeren Händen da. Ich bin enttäuscht, aber auch stolz auf die Leistung meiner Truppe.”

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