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SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge Aue 'KnockOut in der Nachspielzeit'

Auer Choreo zu Spielbeginn im GästeblockNach dem knapp verpassten Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals im vergangenen Heimspiel gegen Ingolstadt mussten die Veilchen gestern in Fürth der zweite herbe Niederschlag binnen sechs Tagen hinnehmen. Zwar konnte die Dotchev-Elf einen 0:2-Rückstand egalisieren, schaffte es aber nicht, den Einschlag von Franke in der letzten Aktion der vierminütigen Nachspielzeit zu verhindern und verloren am Ende mit 2:3 im Sportpark Ronhof - wohl auch verdient, wenn man die spielerischen Highlights zugrunde nimmt. Denn die sonst sattelfeste Auer Abwehr erlaubte sich öfters mal paar Aussetzer und ließ mit teils haarsträubenden Fehlern die Hausherren zu aussichtsreichen Möglichkeiten kommen. Die Anfangsofferte durch Pascal Köpke (12. / 14.) und Christian Tiffert (20.) übertünchte den ansonsten biederen Auftritt der passiven Veilchen. In Spielminute 32 gipfelte diese Behäbigkeit dann so richtig aus. Steve Breitkreuz wollte den Ball aus dem eigenen Strafraum schlagen, ließ sich bei dieser Angelegenheit aber zu viel Zeit, sodass Berisha von hinten dazwischen ging und jener von Steve Breitkreuz umgesenst wurde. Den fälligen Strafstoß jagte Zulj zum Glück deutlich über den Kasten.
Doch der Warnschuss wurde von keinem lila-weißen Akteur auf dem sonnendurchfluteten Grün wahrgenommen. So scheiterte kurz darauf Berisha mit einem Kopfball am Fünfmeterraum an Keeper Martin Männel, den Abpraller setzte Freis ans Außennetz (33.). Bei der nächsten gefährlichen Aktion der SpVgg machte er es leider besser. Der Fürther Spieler drehte sich im Strafraum ohne viel Gegenwehr um Steve Breitkreuz, ging dann bis fast an die Grundlinie und schob von dort das Leder durch die Hosenträger von Martin Männel zur Fürther Führung, welche bis dato schon hätte höher ausfallen können, in die Maschen (39.).
Zwei Minuten nach Wiederanpfiff dann der nächste Schock beim Auer Anhang: Narey setzte sich über rechts durch, flankte in den Fünfer, wo Dursun trotz Zwei-Mann-Deckung (Riedel, Breitkreuz) zum 2:0 einschob. In dieser Phase des Spiels drohten die Veilchen gänzlich auseinanderzubrechen. Ein Kraftakt von Mario Kvesic ließ jedoch wieder Hoffnung aufkeimen. Der Mittelfeldmotor tanzte im Alleingang die halbe Fürther Abwehr aus, war dann frei vor Schlussmann Megyeri und schob zum viel umjubelten 1:2-Anschlusstreffer ein (62.). Der drei Minuten zuvor durchgeführte Doppelwechsel hatte sich somit gleich bezahlt gemacht. Aue kämpfte sich zurück in die Begegnung. Der Zweitplatzierte in der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga war aber auch nicht mehr so präsent und so kamen die Veilchen verdient zum Ausgleich: Megyeri parierte einen Cebio Soukou-Schuss und von Frankes Hacke sprang das Leder ins eigene Netz - 2:2 (78.). Die Schlussphase wurde nicht nur der Temperatur geschuldet hitzig: Erst folgte der Platzverweis von Christian Tiffert nach einem Handgemenge mit Hofmann samt unnötiger gelb-roter Karte (88.), dann glückte Fürth der Lucky Punch, als Franke am Fünfmeterraum zum Dreier einnickte (90.+4).

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