VeilchenPower.de

FC Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig 'Erste Zweifel kommen auf'

Trotz mörderischem Aufwands und führend in fast allen Punkten der Statistik reichte es aus Auer Sicht wieder nicht, etwas Zählbares einzufahren. Und so musste sich der FC Erzgebirge gestern Abend gegen die weiterhin ungeschlagene Eintracht aus Braunschweig nach 23 Punktspielen vor heimischen Publikum ohne Niederlage mit einem 0:2 geschlagen geben. Der finale Abschluss ist und bleibt für die Veilchen in der 2. Bundesliga ein Manko, was es schnellsten abzustellen gilt. Torchancen, Freistöße sowie Eckbälle im Überfluss fanden schlichtweg nicht zum Erfolg. Wie es besser gemacht wird, zeigte der Gast aus Braunschweig: Ein Befreiungsschlag von Omladic landete in der fast komplett verwaisten Auer Hälfte, wo sich nur Julian Riedel und Kumbela im Laufduell befanden. Und es schien, als hätte Aues Innenverteidiger alles unter Kontrolle, doch seine Kopfballrückgabe auf Keeper Martin Männel von der Strafraumgrenze geriet zu kurz, Kumbela lief durch und spitzelte die Kugel am Schlussmann vorbei zur Eintracht-Führung ins Tor.
Für die 800 mitgereisten Fans des Tabellenführers hat sich die Reise demnach gelohnt, denn Aue schaffte es die restlichen 80 Minuten nicht mehr, dieses Kuriosum auszugleichen. Vielmehr reichte ein weiter Abschlag von BTSV-Keeper Fejzic aus, um Kumbela erneut in Szene zu setzen. Laaaange war der Ball unterwegs, dieses Mal zog Steve Breitkreuz gegen den Stürmer den Kürzeren und musste dann mit ansehen, wie eine Bogenlampe über Martin Männel hinweg den Weg ins Tor und zur Entscheidung fand (89.). Die 2. Liga ist eben ein anderes Kaliber, da reichen Nuancen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Eine Kunstpause nach der Ballannahme kann hierbei schon entscheidend sein. Viel zu oft wurde dies von der keineswegs aufgebenden Dotchev-Elf praktiziert. Und so war ohne dieses schnelle Spiel gut 20 Meter vor dem gegnerischen Tor dann Schluss mit der Spieldominanz, da die Eintracht gut verteidigte und es einfach an Anspielstationen für Kvesic und Co. fehlte. Als Spieler macht man sich dann so seine Gedanken und beginnt an sich zu zweifeln: alles rausgehauen, alles gegeben, am persönlichen Limit gespielt - was nun? “Das darf nicht passieren”, forderte Pavel Dotchev von seiner Mannschaft: “Wir müssen einfach weiter machen, hartnäckig bleiben. Für mich gibt es keinen Grund, jetzt irgendwie weniger oder irgendwas anders zu machen. Es fehlt einfach nur die Belohnung, aber die negativen Ergebnisse vernichten unsere guten Leistung.”

Spielbericht
Fotos vom Spiel


3642 Klicks

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA