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Zweite Operation bei Martin Männel notwendig

Es war die 34. Spielminute, die Martin Männel in seiner Karriere wohl so schnell nicht vergessen wird. Im Anschluss an einem Eckball ging der Bielefelder Hemlein mit vollem Einsatz in das Duell mit Aues Kapitän, der nach dem Ball hechtete und dann mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen blieb. Noch auf dem Platz wurde die Diagnose gestellt: Luxation des linken Ellenbogens, welcher in einer sofortigen Operation unter Narkose im HELIOS Klinikum wieder eingerenkt wurde. “Das sind Situationen, die im Fußball immer mal wieder vorkommen. Es war eine normale Szene, leider mit einem unglücklichen Ausgang für mich”, erklärte Martin Männel am Krankenbett, der bereits vom ‘Verursacher’ aufmunterte Worte bekam: “Ich nehme es dem Chris auch gar nicht übel und bitte darum, nicht auf ihm herumzuhacken. Er hat sich ehrlich bei mir entschuldigt.”
Allerdings ist mit einer schnellen Genesung nicht wirklich zu rechnen. Die gestrige MRT-Untersuchung ergab bei Aues Nummer eins nämlich, dass mehrere Bänder gerissen sind. “Wir können von einer langen Pause ausgehen. Es handelt sich hier um eine für einen Torwart sehr komplizierte Verletzung,” sagte Teamarzt Torsten Seltmann. Am kommenden Dienstag erfolgt dazu die notwendige Operation, welche im Anschluss sechs Wochen Gips nach sich zieht. Bis dahin muss es sein 20-jähriger Vertreter Robert Jendrusch richten, der nach seiner Einwechslung gegen Bielefeld einen ordentlichen Eindruck hinterließ und nun vor seinem Startelfdebüt steht. “Uns hat immer stark gemacht, dass die Mannschaft im Vordergrund steht und nicht einzelne. In den kommenden Spielen ohne mich wird das Team auch erfolgreich sein,” gibt sich Martin Männel optimistisch und ist überzeugt, dass sein Ersatzmann die Sache meistern wird: “Ich bin mir sicher, dass er mich auch in den kommenden Wochen super vertreten wird und dass er die Chance, die sich ihm jetzt bietet, nutzt.” Für den am 28. Mai 1996 in Schlema geborene Robert Jendrusch sicherlich kein leichtes Unterfangen, hippelig wird der seit seinem vierten Lebensjahr in Aue spielende Torhüter aber dennoch nicht: “Klar ist eine gewisse Grundnervosität da, aber damit kann ich umgehen. Das ist das, was ich immer wollte. Ich fühle mich gut, spürte bereits gegen Bielefeld den Rückhalt durch die Mannschaft und die Fans. Das braucht man, und das ist toll.”
Nachtrag: Den Eingriff hat ein zweiköpfiges Ärzteteam vorgenommen. FCE-Mannschaftsarzt Torsten Seltmann erklärt: “Die Operation ist erfolgreich verlaufen. Der Bandapparat und die Muskulatur wurden verankert und stabilsiert. In den nächsten Wochen wird Martin nun eine Bewegungsorthese tragen. Fakt ist, dass viel Geduld und Zeit notwendig sein wird.”


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