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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Nürnberg 'Nur mithalten reicht eben nicht aus'

Mit im Schnitt 26,88 Jahren stand gestern Abend bei den Veilchen die in dieser Saison älteste und wohl auch erfahrenste Mannschaft auf dem Platz. Allerdings fehlte auch jenen Haudegen die gewisse Abgezockheit, die man in der 2. Liga wohl einfach haben muss. Und so reichte am Ende der zwischenzeitliche Ausgleich von Nicky Adler nicht aus, um die achte Auer Saisonniederlage gegen den 1. FC Nürnberg abzuwenden. Denn trotz der Veränderungen mit Adam Susac für Julian Riedel in der Innenverteidigung, musste die Dotchev-Elf erneut zwei Gegentreffer hinnehmen - insgesamt schon 25 Gegentore in dieser Spielzeit, die vor allem in der Schlussviertelstunde fallen (8). Wenn man bedenkt, dass Martin Männel und Co. in der vergangenen Saison bei 38 Spieltagen nur 21-mal hinter sich greifen musste, weiß man, wohin die Reise geht. Dabei schien der Plan, aus einer sicheren Defensive heraus das Spiel zu machen, anfangs auch aufzugehen: Kompakt stehen und auf Chancen lauern. Da die Nürnberger dasselbe servierten, war es für die 9.000 Zuschauer auf der Baustelle Erzgebirgsstadion sicherlich kein Fussballfest. Die dieses Mal in lila-schwarz gekleideten Hausherren versuchten es oft mit langen Bällen, wobei aber der Abschluss mehr als dürftig endete. Es fehlte nach den taktischen Umstellungen den Erwartungen entsprechend offensiv an der spielerischen Linie und Präzision. Die Null stand aber wenigstens hinten. Noch, denn nach eigenem Eckball und anschließendem Konter, war auch diese Zielrichtung hinfällig. Der ehemalige Auer Kempe tankte sich auf der rechten Außenbahn durch, flankte in die Mitte, wo Möhwald am langen Pfosten seinen Freiraum nutzte und aus wenigen Metern zum schmeichelhaften 0:1 einschob (44.). Ein Tor wieder aus dem Nichts.
Im zweiten Abschnitt änderte sich an der Auer Spielweise kaum etwas - viel Einsatz, aber wenig Offensiv-Spektakel. Dennoch sorgte das leider viel zu wenig gezeigte Kombinationsspiel schließlich für Erfolg: Mario Kvesic bediente auf der linken Außenbahn Sebastian Hertner mit der Hacke. Dessen Flanke köpfte Fabio Kaufmann zu Pascal Köpke, der im Zweikampf mit Hovland zu Boden ging. Schiedsrichter Benedikt Kempes ließ den Vorteil laufen, Nicky Adler traf zum 1:1 (60.). Aue wirkte nun mutiger und drängte auf die Führung, die Adam Susac auf dem Kopf hatte. Doch völlig frei rutschte ihm das Leder über den Schädel und brachte es letztlich mit der Schulter und ohne Druck genau auf FCN-Keeper Kirschbaum (67.). Die mitreißende Auer Drangphase hatte leider nur zehn Minuten Bestand. Beide Mannschaften verfielen wieder in ihrem alten Trott und eine Punkteteilung war offenbar das Maß aller Dinge - aber nur bis Burgstaller nach Vorlage von Möhwald sein zehntes Saisontor markierte: Steve Breitkreuz tauchte unter einem Eckball durch, Burgstaller hielt den Kopf hin, Pechvogel Fabio Kaufmann fälschte auch noch unhaltbar zum 1:2 ab (77.). Die Veilchen stemmten sich danach mit hohem Einsatz gegen die drohende dritte Niederlage in Folge, konnten die Partie aber nicht mehr drehen und mussten sich im sechsten Aufeinandertreffen neben einem Unentschieden nun mit der fünften Niederlage zufrieden geben. “Gegen einen starken Gegner haben wir nur wenig zugelassen. Leider haben wir es wieder einmal nicht geschafft, uns zu belohnen. Wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können”, so die fast schon gebetsmühlenartigen Worte von Pavel Dotchev.

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