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Hannover 96 - FC Erzgebirge Aue 'Da kommt Freude auf'

Zur Vorbereitung auf das Premieren-Punktspiel bei Bundesliga-Absteiger Hannover 96 haben die Veilchen vergangene Woche den früheren Profi-Boxweltmeister Markus Beyer aus Schwarzenberg zu sich zum Training eingeladen, um die Köpfe frei zu bekommen. Denn Pavel Dotchev ist sich sicher: “Unsere Probleme sind reine Kopfsache.” Genützt hat es, wenn man das Endergebnis von der Anzeigetafel in der mit 31.100 Zuschauer gefüllten HDI-Arena zu Grunde nimmt, reichlich wenig. Es fehlt offenkundig einfach die Qualität im Kader, die, um es derb zu sagen, aus Scheiße Gold macht. Und so stand der berühmte Rote Faden von vermeidbaren Niederlagen auch in der niedersächsischen Hauptstadt auf der Tagesordnung. Die zwei hannoveraner Tore durch Harnik (23.) und Füllkrug (77.) für den keineswegs erstklassig auftretenden Gastgeber besiegelte die infolge vierte Niederlage des FCE, der in den letzten sieben Partien nur drei Punkte holte.
Mit zwei personellen Veränderungen - Mirnes Pepic und Fabio Kaufmann spielten für Philipp Riese und Mario Kvesic - sollte der Bock endlich umgestoßen werden. Doch durch eine Unachtsamkeit bei einem äußerst umstrittenen, aber dennoch eher ungefährlichen Freistoß war die Sache eigentlich schon gegessen: Sane verlängerte Pribs Hereingabe mit der Hacke, Harnik stand goldrichtig, köpfte zum 1:0 für 96 ein (23.). Und da Cebio Soukou (6.) und Pascal Köpke (7.) ihrerseits dicke Bretter liegen ließen und der Gegner eben aus Scheiße Gold machte, rannte Aue erneut einem Rückstand hinterher, welcher das Nervenkostüm der lila-weißen Akteure kurzzeitig überstrapazierte. Calogero Rizzutos Klärungsversuch flog in Richtung eigenes Tor, wo Daniel Haas sich ganz lang machen musste, um dieses krumme Ding noch über den Kasten zu lenken (33.). Erst in den letzten Minuten vor dem Pausentee waren die Aktionen wieder strukturierter, allerdings weiterhin glücklos. So landete Christian Tifferts Freistoß zwar im Tor der Hausherren, fand aber wegen einer Abseitsstellung von Steve Breitkreuz keine Anerkennung (42.). Im Anschluss versuchte es Pascal Köpke erneut nach einem Konter, sein Schuss flog knapp neben dem rechten Pfosten vorbei ans Außennetz.
Auch nach dem Seitenwechsel fehlten die spielerischen Mittel zum Ausgleich. Die Einwechslungen von Clemens Fandrich (68.), Mario Kvesic (73.) und Dimitrij Nazarov (76.) sollten Frische in die sonst hausbackenen Angriffe bringen. Doch es waren die Hannoveraner, die das entscheidende Joker-Tor machten: Klaus setzte sich über die rechte Seite durch und jagte dann die Kugel quer durch den Fünfmeterraum, wo am Ende der eingewechselte Füllkrug nur noch den Fuß hinhalten musste (77.). Bereits in Spielminute 51 lag das zweite Tor für Hannover, als Harnik unbedrängt aus fünf Metern nur die Latte traf, in der Luft. Viel besser machte es Pascal Köpke in der 79. Minute aber auch nicht: Nach überlegtem Zuspiel von Nicky Adler war Aues Topstürmer genauso frei vor dem Tor, verstolperte etwas und bugsierte dadurch das Runde am drei Meter entfernten Eckigen vorbei. Weil eben selbst beste Möglichkeiten wieder einmal ungenutzt blieben, landete die sechste Niederlage im siebten Spiel im Gepäck der rund 2.000 mitgereisten Fans. Da kommt Freude auf.

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