1. FC Kaiserslautern - FC Erzgebirge Aue 'Hinten hui, aber vorne...'
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Da aber auch die seit sieben Partien ungeschlagenen Pfälzer das Risiko scheuten, mussten beide Torhüter in den gesamten 90 Minuten jeweils nur einmal eingreifen - das ist schon bezeichnend. Bei so wenig Handlung im Spiel hatte dennoch Schiedsrichter Benjamin Brand den Durchblick verloren und wollte Cebio Soukou in der 43. Minute mit Gelb-Rot vom Platz stellen. Allerdings hatte der Mittelfeldspieler vorher gar keine Verwarnung gesehen, durfte nach regen Diskussionen dann auch weiterspielen. Nach der gewiss nutzlosen Pause sahen die 21.463 Zuschauer sportartübergreifend großes Tennis vom Allerfeinsten: Ein hoher Ball folgte dem nächsten, Hauptsache das nicht stattfindende Mittelfeld wurde irgendwie überbrückt. Zwar kombinierten die Lautrer in der Schlussphase gefälliger bis zum Auer Strafraum, verhedderten sich dann aber in der vielbeinigen Abwehr. Und so brachte die zweitschlechteste Offensive gegen die mit 32 Gegentoren defensivschwächste Elf der Liga nichts mehr Gehaltvolles an den Tag. Überdies hatten sich die Veilchen schon vorzeitig mit der Punkteteilung angefreundet. “Wir haben uns heute mehr auf die Abwehrarbeit konzentriert und diesbezüglich alle unsere Vorgaben umgesetzt. Allerdings hätte ich mir mehr Aktionen bei eigenem Ballbesitz gewünscht”, sagte Pavel Dotchev, dessen Mannschaft zwar jetzt seit sieben Spielen auf einen Sieg wartet, aber zum dritten Mal in dieser Saison kein Gegentor kassierte. Mit zwölf Zählern steht Aue weiterhin auf einen direkten Abstiegsplatz, könnte das am Freitag mit einem erfolgreichen Dreier gegen Fortuna Düsseldorf sowie den Patzern der Konkurrenz ändern und für eine annähernd besinnliche Weihnachtszeit sorgen.
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