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FC Erzgebirge Aue - Fortuna Düsseldorf 'Pfosten verhindert Heimdreier'

Wo ist sie nur geblieben, die Auer Heimstärke!? In acht Partien vor heimischer Kulisse sahen die im Schnitt 8.281 unbeirrbaren Wegbegleiter nur einen Dreier in dieser Saison. Fünf Niederlagen und zwei Remis ergeben auf dem Punktekonto der Heimtabelle gerade einmal fünf mickrige Zähler. Einer davon wurde am Freitagabend auf der Baustelle Erzgebirgsstadion beim torlosen Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf ‘eingeheimst’. Zeitgleich warten die Veilchen seit acht Spieltagen auf einen Sieg und überwintern folgerichtig auf einem Abstiegsplatz. Trotz klarer Torchancen und der Rückkehr von Torhüter Martin Männel nach 86 Tagen Verletzungspause konnte Aue den von allen Beteiligten erhofften Sieg nicht einfahren. Nach schwachem Beginn und der berühmt berüchtigten Abtastphase kam die Dotchev-Elf mit dem zuletzt aufgebotenen 4-1-4-1-System besser in die Partie und nach einer halben Stunde zur ersten echten Torchance. Steve Breitkreuz war bei einem Tiffert-Eckstoß noch vor F95-Keeper Rensing am Ball, Schmitz klärte im letzten Moment auf der Linie (28.). Acht Minuten später fast dasselbe Bild. Wieder war es eine Ecke, die die Düsseldorfer Defensive ins Wanken brachte. Cebio Soukou kam gleich doppelt aus aus vier Metern zum Schuss, leider zu überhastet, sodass sich Schmitz erneut zweimal erfolgreich zwischen Ball und Tor werfen konnte. Diese Szene zeigte klar und deutlich, woran es bei den Veilchen in dieser Spielzeit einfach (noch) fehlt: Vollstreckerqualitäten. Die Abwehr hingegen scheint sich immer weiter zu stabilisieren. Nur einmal kam die Fortuna in den ersten 45 Minuten gefährlich vor das Tor von Martin Männel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff stolperte der für den mit einem mittlerweile diagnostizierten Muskelfaserriss am rechten Oberschenkel ausgewechselten Sebastian Hertner ins Spiel gekommene Calogero Rizzuto an Fortunas Mittelfeldakteur Sobottka vorbei, der daraufhin versuchte den plötzlichen Ballgewinn zu nutzen. Sein Flachschuss mit der Pike zischte knapp am linken Pfosten vorbei.
Nach dem Pausentee entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und gleich mit einer weiteren Möglichkeit für die Gäste, als Hennings in aussichtsreicher Position eine flache Hereingabe knapp am Tor vorbei stocherte (48.). Erzgebirge Aue fand die passende Antwort auf Fortunas Drangphase und zwang den Gegner zu Fehlern. Nachdem bereits in der 52. und 57. Minute Cebio Soukou und Louis Samson nach Fehlpässen zu Torchancen gekommen waren, spielte Akpoguma nach einer Stunde wieder zu Gegenspieler Pascal Köpke, der die Pille gedankenschnell von Dimitrij Nazarov per Doppelpass weiter vorgelegt bekam. Sein anschliessender Schlenzer aus 16 Metern fand aber über den Innenpfosten sowie dem Rücken von Fortuna-Keeper nicht den Weg ins Tor. Als dann Cebio Soukou nach einem Kvesic-Freistoß die Kugel aus acht Metern ebenfalls nicht an Rensing vorbeibrachte (64.), schien der Glaube an einen dreifachen Punktgewinn immer mehr zu schwinden. Man hätte wie in Kaiserslautern Stunden spielen können, es wäre wohl kein Tor gefallen. Am Ende ein gerechtes Unentschieden, da auch Martin Männel bei den Schüssen von Schauerte (75.) und Sobottka (92.) die Null hinten sensationell festhielt. In den letzten beiden Partien hat die Schießbude der Liga keinen Gegentreffer mehr kassiert. Alleine es fehlt im Moment an eigenen Treffern. Dennoch, 13 Punkte in der gesamten Hinrunde sind zu wenig. Eine Weiterentwicklung der Mannschaft, welche ausschließlich auf den Schultern von Pavel Dotchev lastet, ist nicht wirklich zu erkennen. “Der Trainer hat das Vertrauen”, polterte FCE-Präsident Helge Leonhardt zugleich nach Spielende ins Mikrofon und erstickte eine etwaige aufkommende Trainerdiskussion gleich im Keim. Aber, dem finanzgebeutelten Verein wird auch nichts anderes übrig bleiben und das Beste daraus machen müssen. Weiterwurschteln und den Klassenerhalt irgendwie packen - da hat der Weihnachtsmann aber ganz schön zu tun…

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