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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Heidenheim 'Durchatmen'

Zum Rückrundenstart gegen den 1. FC Heidenheim einen 2:1-Erfolg erzwungen - darauf lässt sich aufbauen. Auch scheint das Glück zurück zu sein und so konnten endlich die mittlerweile eingerosteten Hämmer wieder einmal vor der Westtribüne zelebriert werden. Mit dem zweiten Heimsieg der Saison stehen die Veilchen zumindest bis zu den heutigen Sonntagspielen in der Tabelle nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Zudem war es für den FCE nach acht sieglosen Partien der erste Erfolg seit dem vergangenen Oktober und der erste gegen Heidenheim überhaupt (1S-3U-3N). Vor 6.300 Zuschauern hatte die Elf von Pavel Dotchev gegen die beste Defensive der Liga aber lange zu kämpfen, um offensive Highlights zu setzen. Erst nach einer halben Stunde lag der Torschrei auf den Lippen. Ein sensationeller Pass von Christian Tiffert in die Spitze zu Pascal Köpke hebelte die gesamte Gäste-Abwehr aus. Der Auer Toptorschütze umkurvte zunächst FCH-Torwart Müller, zögerte dann aber zu lange mit dem Abschluss. So konnte Strauß unmittelbar vor der Torlinie retten (29.). In der 56. Minute war Pascal Köpke, als die Gäste etwas aktiver auftraten und mit Schnatterer (51.) und Halloran (52.) zu Chancen kamen, schließlich doch erfolgreich. Nachdem Heidenheims Keeper das 25-Meter-Pfund von Sebastian Hertner nur noch vor die Füße des einschussbereiten Stürmers abprallen lassen konnte, nahm der frischgebackene Acht-Tore-Mann das Geschenk dankend an.
Die auf Rang vier überwinterten Gäste suchten nach einer passenden Antwort, welche der frisch eingewechselte Kleindienst mit einem Lattentreffer fast hatte (64.). Auf der anderen Seite bekam Clemens Fandrich nach einer guten Einzelleistung die Möglichkeit zum zweiten Auer Treffer, verzog aber knapp (75.). Daraufhin wurde es noch einmal eng, da der Druck der Schmidt-Elf immer mehr zunahm und es nur noch wenig Entlastung in der Hintermannschaft gab. Und so schlug infolgedessen Heidenheim in der 84. Minute nach einem langen Einwurf zu: Verhoek scheiterte zunächst mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz noch am glänzend reagierenden Keeper Martin Männel, konnte die Kugel im Nachsetzen aber über die Linie drücken. Ernüchterung machte sich breit, jedoch nur kurz. Denn als dann alles eher auf einen weiteren Gästetreffer oder ein Remis hinauszulaufen schien, fasste sich der eingewechselte Dimitrij Nazarov ein Herz und traf per abgefälschten Flachschuss vom Strafraumrand über den Innenpfosten zum umjubelten Siegtreffer (90.). Alles in Allem nicht schön gespielt, aber erfolgreich mit dem Glück des Tüchtigen oder mit den Worten des Siegtorschützen: “Wir waren einfach mal dran!”

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