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SV Sandhausen - FC Erzgebirge Aue 'Die Luft wird (wieder) dünner'

Der mit dem vergangenen Heimsieg erhoffte Aufwärtstrend der Veilchen wurde am gestrigen Samstag in Sandhausen jäh gestoppt. Im Hardtwaldstadion unterlagen die bereits am Donnerstag angereisten Auer mit 0:2 und rutschten auf einen direkten Abstiegsplatz ab. So mager wie die Kulisse von nur 4.783 Zuschauern, war es auch auf dem Rasen zugegangen. Insgesamt standen hüben wie drüben jeweils nur neun Torabschlüsse auf dem Papier, jeweils bei einem davon mussten die Keeper eingreifen: Sandhausens Torwart Knaller parierte einen Schuss von Pascal Köpke (41.) und Martin Männel war gegen Lukasik zur Stelle (80.). Klare Torchancen blieben also Mangelware und so zog sich die zweitliga-niveauarme Partie schleppend, geprägt von vielen Zweikämpfen und acht Gelben Karten, über die 90 Minuten dahin. Beide Teams versuchten den Spielaufbau des Anderen früh zu stören, der Spielfluss blieb daher gleich in der Kabine.
Höhepunkte setze eigentlich nur der Marburger Schiedsrichter Christof Günsch, der nach einem klaren Foul von Knipping an Pascal Köpke (37.) nicht auf Elfmeter entschied. “Gehst du da 1:0 in Führung, geht das hier anders aus”, sagte Christian Tiffert zur “Katastrophen-Entscheidung”. So nahm das Schicksal seinen Lauf: Nach Pledls Eckball fiel Gordons Kopfballverlängerung so unglücklich auf den Oberschenkel von Christian Tiffert, wodurch das Leder unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht wurde (50.). Keine drei Minuten später hatte der SVS durch Höler sogar das 2:0 auf dem Fuß. Zum Glück rettet die Latte und die Veilchen blieben im Spiel. Doch die Führung spielte den Sandhäusern, die vor allem durch Konter gefährlich sind, in die Karten. Die Abwehr der Hausherren stand jetzt deutlich tiefer und absolut sattelfest. Selbst als FCE-Trainer Pavel Dotchev mit Albert Bunjaku einen zweiten Stürmer brachte, strahlten die von rund 400 mitgereisten Schlachtenbummler unterstützten Auer zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Gefahr aus. Im Gegenteil: Sandhausen nutzte die sich bietenden Räume immer wieder aus. Wooten schloss einen der Konter sicher ab (76.) und besiegelte damit die elfte Auer Saisonniederlage. Das 2:0 war zugleich der 500. Gegentreffer in der 2. Bundesliga für den FC Erzgebirge. Hingegen feiert der SVS seinen Zweitliga-Vereinsrekord von nun 366 Minuten ohne Gegentor.

Spielbericht


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