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FC Erzgebirge Aue - SpVgg Greuther Fürth 'Ballgeschiebe gegen müde Kleeblätter'

Es war wieder so ein Kick, in dem beide Mannschaften hätten noch Stunden spielen können - es wäre wohl kein Treffer gefallen. Und so musste Christian Tiffert, der mit guten Szenen gewohnt auf der Sechserposition für Ordnung sorgte, in seinem 100. Zweitligaspiel die dritte Nullnummer der Veilchen in dieser Saison hinnehmen. Denn wie so oft agierte die nun mit einer Doppelspitze offensiver ausgerichtete Dotchev-Elf bis zum Strafraum gefällig, aber im Abschluss einfach zu bieder. Aue konnte nicht, die mit dem DFB-Pokalspiel unter der Woche einsatzgeschwächten Gäste aus Fürth wollten nicht so recht. Zwischen den Strafräumen bestimmten daher Zweikämpfe die Szenerie, welche mit teils katastrophalen Fehlpässen garniert wurden. Für die 6.500 Zuschauer wahrlich kein Augenschmaus. Es tat sich auf beiden Seiten wenig bis gar nichts. Calogero Rizzuto (21.) mit einem wuchtigen Versuch und Winterneuzugang Albert Bunjaku (33.) mit einem Kopfball - das war es aus Auer Sicht bis zur Halbzeitpause, in der es noch 0:0 stand, da Adam Susac den Schuss des in abseitsbefindlichen Freis per Grätsche im letzten Moment neben das Tor lenken konnte (40.).
Im zweiten Durchgang wurde die Partie etwas besser und es machte sich das erste Mal das Auer Sturmduo bemerkbar: Albert Bunjaku setzte sich auf der rechten Seite gegen zwei Gegenspieler durch, brachte den Ball gefährlich in den Strafraum, wo Pascal Köpke Zentimeter am Ball vorbei rauschte (46.). Auf der Gegenseite prüfte Sontheimer den bis dato arbeitslosen Keeper Martin Männel (53.). Kurz darauf hatte der eingewechselte Simon Skarlatidis eine gute Schusschance, brachte aber nicht genug Druck hinter das Leder (62.). Die beste Möglichkeit vergab jedoch Joker Dimitrij Nazarov, der, wie schon gegen Heidenheim vor zwei Wochen, kurz vor Schluss zum Matchwinner hätte werden können: Christian Tiffert spitzelte mit letzter Kraft den Ball von der Torauslinie zum eben eingewechselten Stürmer, der bei seinem ersten Versuch noch über das Leder semmelte, dann im Anschluss aus acht Metern mit links aber zu unplatziert in die Hände von Fürths Schlussmann Megyeri schoss und die Riesenmöglichkeit vergab (86.). So blieb es beim leistungsgerechten 0:0-Unentschieden. Allerdings können die Kleeblätter mit dem einen Zähler wohl deutlich besser leben als die Veilchen, die durch einen eventuellen Sieg von Pauli die rote Laterne ihr Eigen nennen dürfen. “Ich bin verärgert, dass wir nicht gewonnen haben, aber nicht enttäuscht, weil meine Jungs alles gegeben haben”, sagte Trainer Pavel Dotchev, der aus den vergangenen elf Spielen nur sieben Punkte holte und die erhoffte Wende bislang nicht einleiten konnte.

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