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Eintracht Braunschweig - FC Erzgebirge Aue 'Zur Pause aufgewacht'

21 Spieltage mussten die Veilchen warten, ehe sie ihren ersten Strafstoß der Saison zugesprochen kamen. In der 56. Minute blieb Schiedsrichter Lasse Koslowski auch nichts anderes übrig, als auf den ominösen Punkt zu zeigen, da der Schuss von Joker Dimitrij Nazarov deutlich mit der Hand von Braunschweigs Ofosu-Ayeh abgewehrt wurde. Den fälligen Handelfmeter verwandelte Dimitrij Nazarov zum 1:1-Endstand, machte den seit der 10. Minute bestehenden Rückstand vor 19.630 Zuschauern wett. Durch den Punkt sind die Veilchen zwar immer noch Letzter, haben aber durch die Remis-Spiele der Konkurrenz nichts eingebüßt. Dennoch muss im nächsten Heimauftritt gegen Dynamo Dresden ein Dreier her, um nicht immer auf die anderen Abstiegskandidaten schauen zu müssen. Mit der gezeigten couragierten Leistung wie in Halbzeit zwei, sicherlich kein Thema.
Allerdings dürfen die ersten 45 Minuten kein Maßstab sein. Im bekannten 4-2-3-1-System lag beim ersten schnellen Angriff der Hausherren der Ball im Netz von Martin Männel. Ausgangspunkt war ein Möglichkeit von Aue: Simon Skarlatidis zögerte bei einer Flanke von Calogero Rizzuto einen Tick zu lange und der Gegenangriff ging dann einfach zu schnell für die Veilchen. So kombinierten sich die Braunschweiger auf dem linken Flügel bis zur Grundlinie durch, der Abwehrverbund konnte weder die Hereingabe von Reichel noch den Abschluss von Ofosu-Ayeh, der völlig frei am langen Pfosten die Kugel über die Linie drückte, verhindern (10.). Danach hielten sich die in der Rückrunde noch sieglosen Braunschweiger im Großen und Ganzen aus dem Spielgeschehen raus, wodurch Aue zwar mehr Ballbesitz einheimste, aber offensive Bemühungen einfach an der fehlenden Kreativität und Präzision überschaubar blieben.
Nach der Pause stellte Pavel Dotchev auf zwei Stürmer um, wechselte mit Dimitrij Nazarov und Fabio Kaufmann für Clemens Fandrich und Nicky Adler den Erfolg ein. Nach dem Ausgleich des aserbaidschanischen Nationalspielers vom Elfmeterpunkt war richtig Feuer drin. Es entwickelte sich ein offeneres Spiel, in dem beide Teams zu guten Chancen kamen. Die besten vergaben Reichel (65.) für die Eintracht und eine Minute später der völlig aufgedrehte, auf seiner Lieblingsposition in der Mitte spielende Dimitrij Nazarov für Aue. Kurz vor dem Abpfiff hatte der ebenfalls eingewechselte Albert Bunjaku zwei Mal die richtig dicke Chance auf den Lucky Punch für Lila-Weiß. Erst traf der Winterneuzugang per Kopf nur das Außennetz (89.) und verfehlte kurz darauf den blau-gelben Kasten (90.) abermals knapp.

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