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VfL Bochum - FC Erzgebirge Aue 'Es bleibt eng'

Insgesamt gesehen ein gerechtes 1:1-Unentschieden. Dennoch war für die Veilchen mehr als nur diese Punkteteilung drin, da man im mit 13.875 Zuschauern spärlich gefüllten Ruhrstadion nach wenigen Minuten bereits sehr gute Möglichkeiten in der Statistik stehen hatte und kurz darauf sogar in Führung ging. Allerdings fehlte es danach an Ordnung und Ruhe im Spielaufbau, was vor allem in Halbzeit zwei folgerichtig mit dem Ausgleich bestraft wurde. “Wir waren zu lange tief gestanden und hätten eigentlich gewinnen müssen”, sagte Domenico Tedesco nach seiner Auswärtspremiere als Veilchen-Trainer.“ ”Diesen Punkt nehmen wir gerne mit. Das Ergebnis ist gerecht. Ein Sieg für uns wäre vielleicht etwas zu viel des Guten gewesen", analysierte hingegen Aues Kapitän Martin Männel nach der Partie, welche personell unverändert für Aue sehr gut begann. Noch keine zwei Minuten auf der Uhr kombinierte sich die Tedesco-Elf gefällig vor das Bochumer Tor, was schlussendlich mit einem Nazarov-Schlenzer am rechten Außenposten endete. Auch bei der zweiten gefährlichen Aktion nur sieben Minuten später hatte man den Torschrei bereits auf den Lippen: Bochums Torhüter und Kapitän Riemann unterlief eine Flanke, Mario Kvesic knallte die Kugel aufs vermeintlich leere Tor, doch Innenverteidiger Hoogland rettete im letzten Moment auf der Linie. Drei Minuten später gab es für Bochum aber nichts mehr zu retten. Losilla foulte Dimitrij Nazarov im Strafraum, Schiedsrichter Christian Dietz zeigte auf den Punkt. Der Gefoulte trat selbst an und behielt mit einem Schuss in die rechte untere Ecke die Nerven (11.).
Die Führung brachte noch mehr Sicherheit in die Aktionen der Auer, die sich danach aber etwas weiter zurückzogen und nicht mehr so zielstrebig auf das 2:0 hin arbeiteten. Vom Gastgeber selbst kam ebenfalls nicht viel, sodass sich bis zur Halbzeit beide Mannschaften im Mittelfeld neutralisierten. VfL-Coach Verbeek stellte in der Pause mit frischem Personal um, erhöhte nun damit deutlich den Druck, wodurch die Veilchen gänzlich die Spielkontrolle verloren hatten. Plötzlich war Hektik in den Aktionen, Fehlpässe häuften sich - man bettelte förmlich um den Ausgleich, welcher folgerichtig in der 62. Minute fiel. Beim Abwurf von Martin Männel reagierte Christian Tiffert zu halbherzig, Bochums Wydra konnte mit (zu) hohem körperlichem Einsatz den Ball von der linken Seite in den Strafraum wuchten, wo Wurtz zum 1:1 traf. Nun drohte das Spiel zu kippen. Doch wie schon bei Aue nach der Führung zu sehen, waren es nun die Bochumer, die ihren Sturmlauf abrupt beendeten. Dadurch konnte sich der FCE aus der Ruhrpott-Umklammerung befreien und kam noch zu zwei sehr guten Joker-Chancen. Der eingewechselte Fabio Kaufmann lief in der 85. Minute allein auf Riemann zu, scheiterte mit einem Flachschuss aber am VfL-Schlussmann und der kurz zuvor für Mario Kvesic ins Spiel gekommene Philipp Riese versuchte es von der Mittellinie aus, sein Geschoss flog nur knapp über den leeren Kasten (86.). Damit blieb es beim 1:1 und die Krux zwei Spiele in Folge zu gewinnen bleibt bestehen. Nun heißt es in der 14-tägigen Länderspielpause Kräfte sammeln, denn mit St. Pauli kommt es am Freitagabend zum nächsten Abstiegskracher.

Spielbericht


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