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FC Erzgebirge Aue - TSV 1860 München 'Dritter Heimsieg in Folge'

Was für eine grandiose englische Woche: Drei Spiele = Neun Punkte. Zunächst gegen Pauli zu Hause und bei Union Berlin jeweils mit 1:0 gewonnen, um schlussendlich gegen die Löwen mit 3:0 das Ganze abzurunden. Vor erneut voller Hütte, zum fünften Mal in dieser Saison, blieb auch hinten die Null erfreulicherweise stehen. Waren die Veilchen in der Hinrunde mit 32 Gegentoren zur Schießbude der 2. Liga mutiert, musste Martin Männel zur Rückrunde nur elf Mal (1 Gegentor pro Spiel) hinter sich greifen - seit Domenico Tedescos Einstand vor fünf Spieltagen sogar nur ein einziges Mal. Hinten sicher stehen und vorne hilft der liebe (Fussball)gott. Allerdings sollte man Dimitrij Nazarov jene Rolle als Heilsbringer nicht aufbürden, dennoch, der ‘Deutschland-Schreck’ erzielte allein in der Rückrunde sieben Treffer - sechs davon vom Elfmeterpunkt, von wo er auch in der gestrigen Partie gleich doppelt traf. Der an ihm selbst verursachte und links unten verwandelte Foulelfmeter war zugleich die Schlüsselszene der Partie. Denn neben der Strafstoßentscheidung von Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) gab es für 1860-Verteidiger Boenisch noch den Roten Karton wegen Notbremse (41.).
Bis dahin fanden die Veilchen nicht wirklich das passende Mittel, um den weit aufgerückten Gast Paroli zu bieten. 1860 begann engagiert, mit einem klaren Chancenplus: Erst scheiterten Aycicek mit einem Schuss am Außennetz (7.) und Gytkjaer mit einem feinen Heber an Torhüter Martin Männel (12.). Danach setzte Gytkjaer die Kugel nach feinem Zuspiel von Neuhaus am Auer Schlussmann vorbei - Außenpfosten (26.). All dies überstand die auf drei Positionen veränderte Tedesco-Elf mit ganz viel Durchatmen. Als dann Busch auf Boenisch spielte und dieser den Ball durchrutschen ließ, konnte der durchgebrochene Dimitrij Nazarov im Strafraum nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Mit nun einem Mann mehr auf dem Feld wurde die hauchdünne Führung 204 Sekunden nach Wiederanpfiff gleich ausgebaut. Cebio Soukou erhöhte nach starkem Steilpass von Christian Tiffert auf 2:0 (49.). Wer dachte, die Moral der Löwen sei nun gebrochen, sah sich getäuscht. Nach einer kurzen Schockstarre kamen die Münchner immer besser ins Spiel. Fabian Kalig (59.) musste nach einer Ecke auf der Linie klären. Erst das 3:0 brachte die Entscheidung: Nach einer halbhohen Hereingabe wurde Dimitrij Nazarov von Ba erneut im Sechzehnmeterraum gefoult: Strafstoß, verwandelt, alles klar (73.).
Seit sechs Spielen ist Aue ungeschlagen (4S-2U-0N). Unter dem neuen Coach holte die Mannschaft 13 von möglichen 15 Punkten. Durch diese Erfolgsserie ist der FC Erzgebirge als 15. punktgleich mit drei weiteren Mannschaften, darunter auch die Münchner. Am Ostersamstag steht das Auswärtsspiel in Nürnberg an. Eine Partie mit zusätzlichem Motivationsfaktor, da Aue bei einem Sieg mit den achtplatzierten Mittelfranken nach Punkten gleichziehen kann. Schon jetzt ist aber klar, es wird definitiv das Saisonfinale schlechthin. Denn noch nie zuvor hatte seit Einführung der Drei-Punkte-Regel ein Tabellenvorletzter nach 28 von 34 Spielen so viele Punkte wie jetzt der FC St. Pauli (29) auf dem Konto. Dem am nächsten kam Union Berlin mit 28 Zählern in der Saison 2003/04. Am Ende stand der Abstieg mit 33 Punkten und Rang 17.

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