VeilchenPower.de

1. FC Nürnberg - FC Erzgebirge Aue 'Klassisch ausgekontert'

Nun ist sie gerissen, Aues Erfolgsserie von sechs Spielen ohne Niederlage. Trotz 40-minütiger Überzahl mussten die Veilchen ohne Zählbares aus dem Frankenland zurück ins Erzgebirge reisen und könnten bei Erfolgen der Konkurrenz sogar wieder auf einen direkten Abstiegsrang abstürzen. Mit rund 4.000 Auer Schlachtenbummler und etwas Pyro im Gepäck hatte man neben der Dominanz auf den Rängen auch auf dem Grün zunächst mehr vom Spiel: Mario Kvesics Freistoß verfehlte das Nürnberger Tor nur knapp (7.) und der auch in seinem 100. Zweitligaspiel formstarke Dimitrij Nazarov prüfte mit einem wuchtigen Schuss FCN-Schlussmann Schäfer, der den Ball über die Latte lenkte (21.). Dass es drei Minuten später 1:0 für den Club heißen sollte, hatte sich überhaupt nicht abgezeichnet. Zumal der Treffer aus der ersten gelungenen Kombination resultierte und der ehemalige Auer Tobias Kempe gleich doppelt vom halbherzigen Abwehrverhalten profitierte, als Fabian Kalig den Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone schlagen und im Anschluss mit Sebastian Hertner den Linksschuss von Kempe nicht verhindern konnte (24.).
Kurze Verdauung war angesagt, ehe die Lila-Weißen zum Sturmlauf ansetzten und nur durch teils regelwidrige, aber folgenlose Aktionen, wie bei Bulthuis Trikotvergehen (31.) an Pascal Köpke, gestoppt werden konnten. Mit der vergebenen Doppelchance von Nicky Adler (45.+1) ging es mit reichlich Diskussionen aufgrund der fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen in die Pause und keimten keine vier Minuten nach Wiederbeginn wegen Kammerbauers Notbremse an Pascal Köpke erneut auf - wenn auch von Nürnberger Seite. Doch die Sachlage war unmissverständlich klar: Glatt Rot, mit der Hoffnung auf mehr, denn Mario Kvesic zirkelte den anschließenden Freistoß aus gut 20 Metern zum verdienten Ausgleich in den Winkel (51.). Allerdings blieben die weiteren Möglichkeiten, trotz höherer Spielanteile und unermüdlichem Anrennen, überschaubar. Zudem legte man sich quasi selbst ein faules Ei ins Nest. Nach einem Kvesic Fehler in der Vorwärtsbewegung kurz vorm gegnerischen Strafraum und anschließendem Konter grätschte der später mit seiner fünften gelben Karte bedachte Louis Samson am Ball und am eingewechselten Teuchert (82.) vorbei, der Nürnberger bekam freie Bahn aufs Auer Tor und brachte die Franken wieder in Führung. Das saß! Eine passende Antwort gab es nicht. Viel zu kopflos wollte man das Unbegreifliche noch abwenden. Und so endete nach einem Kopfball von Albert Bunjaku an die Latte nicht nur die dreiminütige Nachspielzeit, sondern auch die bisherige niederlagenfreie Amtszeit von Domenico Tedesco.

Spielbericht
Fotos vom Spiel


3372 Klicks

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA