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FC Erzgebirge Aue - Würzburger Kickers 'Drei Chancen, drei Tore, drei Punkte'

Äußerst effektiv wurde der direkte Abstiegskontrahent aus Würzburg in die Schranken gewiesen. Nach nur 18 gespielten Minuten stand ein 3:0 auf der provisorischen Anzeigetafel, und das aus drei Chancen. Vor 9.600 Zuschauern ließ die mittlerweile seit fünf Heimspielen ungeschlagene Wismut von der ersten Minute an keine Zweifel aufkommen, wer Herr im Lößnitztal ist. Druckvoll, aggressiv in den Zweikämpfen und mit viel Einsatz gingen die Auer in die Partie, welche nach drei Minuten richtungsweisend ihren ersten Höhepunkt hatte. Eine Freistoßflanke von Mario Kvesic flog unberührt durch den Strafraum, prallte an die Latte, Fabian Kalig stand goldrichtig und musste nur noch den Kopf zur Führung und seinem ersten Saisontor hinhalten. Wie im Rausch kombinierten sich die Veilchen schnell vor das Tor der Gäste, die sich meistens nur noch mit Fouls (4-mal Gelb nach 30 Minuten) zu helfen wussten. So auch Kurzweg, der Calogero Rizzuto im Strafraum zu Fall brachte. Den fälligen Foulelfmeter knallte Dimitrij Nazarov zum siebten Mal in dieser Saison gewohnt sicher zum 2:0 in die Maschen (10.). Damit erzielte der Angreifer neun der letzten 17 Auer Tore. Aber auch Pascal Köpke ließ es sich nicht nehmen und holte sich die interne Torjägerkrone zurück: Christian Tiffert spielte einen Traumpass mit dem rechten Außenrist in den Lauf von Pascal Köpke, der Kurzweg aussteigen ließ und im Anschluss gegen den chancenlosen FWK-Keeper Siebenhandl sein zehntes Saisontor ins kurze Eck versenkte (18.).
Nach der schnellen und deutlichen Führung flachte das Spiel ab, auch weil der FC Erzgebirge sich auf das Erreichte ausruhte. Genau das ärgerte Domenico Tedesco an der Seitenlinie maßlos: “Natürlich haben uns die drei Tore gutgetan, weil wir mit einem Vorsprung weiterspielen konnten. Das war aber auch glücklich. Das muss nicht immer sein. Laufen die Situationen anders, machst du nur ein Tor der zwei. Wir müssen lernen, unabhängig von Ergebnissen Fußball zu spielen.” Ob diese Worte auch in der Kabine gefallen sind, mag bezweifelt werden, da der Ruhemodus im zweiten Abschnitt nicht wirklich abgestellt werden konnte und so die Würzburger immer mehr vom Spiel hatten - mit Folgen für die Veilchen: Nur eine Minute nachdem Weihrauch für den früheren Auer Benatelli eingewechselt wurde (59.) traf der Joker mit einem Traumtor zum 1:3. Aus rund 25 Metern knallte er den Ball mit voller Wucht direkt ins rechte obere Eck des vom machtlosen Martin Männel gehüteten Kastens. Die von Bernd Hollerbach trainierten Würzburger, die inzwischen seit 14 Spielen auf einen Sieg warten, bemühten sich auch in der Folgezeit eifrig, hier nochmal heranzukommen. Aber die Mittel der Kickers erwiesen sich als begrenzt. Auch das Mehr an Ballbesitz und Ecken konnten die Franken nicht in Torchancen ummünzen. Die beste Chance auf das 2:3 vergab der im Abseits befindliche Soriano im Fallen nach einem strammen Freistoß von Daghfous (82.). Von Lila-Weiß blieben die Offensivaktionen ebenfalls überschaubar. Mit langen Bällen das eng gestaffelte Mittelfeld der Unterfranken zu überbrücken, war nicht das passende Mittel. Und so kamen diese postwendend zurück, was wenig für Entlastung sorgte, aber letzten Endes zum sechsten Heimsieg der Veilchen reichte.

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