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1. FC Heidenheim - FC Erzgebirge Aue 'Viel Aufwand, kein Nutzen'

Nun sind die Veilchen erstmal dort angekommen, was die ganzen Buchmacher zu Saisonbeginn schon prophezeit haben: Auf dem letzten Tabellenplatz - wenn auch nur der schlechteren Tordifferenz zu Folge. Im Nachholspiel gegen den 1. FC Heidenheim kassierte der FCE innerhalb von nur vier Tagen die zweite Niederlage und verlor nicht nur das Spiel mit 1:2, sondern auch Dennis Kempe per umstrittener gelb-roten Karte. Dabei sah es für die auf zwei Positionen veränderte Letsch-Elf gar nicht danach aus, zum zweiten Mal in dieser recht jungen Spielzeit mit leeren Händen aus der Voith-Arena zurückzufahren. Zwar gingen die Hausherren durch Neuzugang Thiel nach Vorlage von Kapitän Schnatterer in Führung (22.), diese wurde aber von den keineswegs entmutigten Auer nur neun Minuten später egalisiert. Ein Zuckerpass von Dimitrij Nazarov auf den damit freigespielten Pascal Köpke eröffnete diese Tormöglichkeit. Der Stürmer ließ im Anschluss seinen Gegenspieler Beermann per Hackentrick ins Leere rutschen und tunnelte Müller im Tor der Heidenheimer. Den dadurch leicht abgefälschten Ball brauchte Cebio Soukou nur noch über die Linie drücken. Kurz vor der Pause hatte der erste Auer Torschütze der Saison sogar die eigene Führung auf dem Fuß, doch seinem Heber fehlten nur Zentimeter. Somit konnte Heidenheims Torhüter gerade noch mit den Fingerspitzen die Situation klären (45.).
Auch dem Vorbereiter zum 1:1 war es nicht vergönnt, die teils gut herausgespielten Chancen in Tore umzumünzen. Wie zum Beispiel in der 17. Spielminute, als ein weiter Ball von Calogero Rizzuto den völlig blanken Stürmer vor die Füße fiel. Pascal Köpke entschied sich für eine Direktabnahme, die nur um Zentimeter am Gehäuse vorbeiflog. Wären diese Bretter auch mal im Netz gelandet, so würde der Spielausgang sicher einen anderen haben. Insofern folgte, wie auch schon gegen Düsseldorf erlebt, die kalte Dusche. Schiedsrichter Benjamin Brand stellte den in der ersten Halbzeit verwarnten Verteidiger Dennis Kempe nach einem leichten Schlag mit der Hand auf die Brust von Thiel mit Gelb-Rot in der 76. Minute vom Platz und keine fünf Minuten später netzte der kurz zuvor eingewechselte Titsch-Rivero zur erneuten Führung der effizienten Hausherren ein. FCE-Coach Thomas Letsch reagierte, brachte mit Arianit Ferati eine frische Offensivkraft. In Unterzahl konnte der Dribbler jedoch genauso wenig ausrichten, wie der in der Nachspielzeit aufgerückte Torhüter Martin Männel, der vor zwei Jahren zum 2:2-Endstand getroffen hatte. War damals noch die Freude über seinen Treffer getrübt, weil der Punkt am letzten Spieltag der Saison nicht zum Klassenerhalt gereicht hatte, wäre der Jubel gestern Abend bei den Lila-Weißen groß gewesen. Freude auf der einen Seite, getrübte Gesichter auf der anderen. Aue war die engagiertere Mannschaft, musste die Schlussphase unberechtigterweise zu zehnt zu Ende spielen. Heidenheim hingegen machte aus acht Torschüssen zwei Tore. Bitter.

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