FC Ingolstadt 04 - FC Erzgebirge Aue 'Zweimal links und Petri heil'
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Die Richtung stimmte, allerdings wurde das Wetter in Verbindung mit der Drangphase der Hausherren deutlich stürmischer. Ein Mast- sowie Schotbruch konnte mit viel Glück verhindert werden, da zunächst Referee Tobias Reichel zusammen mit seinem Assistenten auf der Gegentribüne in der 32. Minute einen Treffer der Ingolstädter wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte und wenig später der missratene Männel-Abschlag (39.) von der Leitl-Elf nicht genutzt werden konnte. Mit der hauchdünnen Führung wurde das Schlechtwettergebiet umsegelt und das schlingernde Schiff kurz nach der Pause wieder auf Kurs gebracht. Dimitrij Nazarov erkämpfte sich im Mittelkreis die Pille gegen Matip und schickte dann Pascal Köpke auf Reisen. Doch dieses Mal machte es der Sohn von Ex-Nationaltorwart und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke nicht selbst, sondern passte überlegt zum mitgelaufenen Sören Bertram quer, der mit links locker einschieben konnte (50.). Ein Konter nach Maß, der aber urplötzlich wieder dunkle Wolken aufziehen ließ - das Bangen begann von vorn. Denn die Partie wurde rassiger, zahlreiche intensive Zweikämpfe prägten das Bild. Während die Ingolstädter alles nach vorne warfen, verteidigte die Auer Mannschaft robust, sodass der Gastgeber gleich mehrfach auf Strafstoß reklamierte. Insgesamt mussten 30 Torschüsse abgewehrt werden. Einer ging trotzdem durch. Beim gefühlt einhundertsten langen Ball der Schanzer stand Angreifer Lezcano halbrechts im Auer Strafraum völlig frei und konnte so unbedrängt den Ball zum 1:2 unter die Querlatte hämmern (82.). Aufopferungsvoll, mit Herzblut und Leidenschaft, kämpften die Seeleute nun für einen gelungenen Einstand ihres Kapitäns und konnten mit vier minutiger Verspätung die Jungfernfahrt erfolgreich beenden. Oder wenn es nach den Anglern geht: “Petri Dank!”
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