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FC Ingolstadt 04 - FC Erzgebirge Aue 'Zweimal links und Petri heil'

Der Kapitän aus dem Norden, der Erste Offizier aus dem Erzgebirge sowie die Schiffsbesatzung haben den ersten Auswärtsdreier der Saison trotz starken Wellengangs in den Heimathafen manövrieren können. Mit der Flaggenparade “Heute angeln wir uns den Sieg!!!” hatten die rund 1.400 mitgeschipperten Wasserratten, die mit dem vor Ort gekauften lila-weißen Fischerhut ein gesamtheitliches Bild im Gästeblock abgaben, bereits zu Spielbeginn den erfolgreichen Ausgang der Partie orakelt. Die Tore zum zweiten Saisonsieg erzielten Pascal Köpke in der 15. und Sören Bertram in der 50. Minute. Der Anschlusstreffer durch den immer wieder aufmüpfigen Ingolstädter Lezcano sechs Minuten vor Ultimo blieb nur Ergebniskosmetik. Kapitän Hannes Drews vertraute der Besatzung, die zuletzt unter Interims-Coach bzw. den “degradierten”, nach Helge Leonhardts Worten, Ersten Offizier Robin Lenk gegen die Topteams aus Braunschweig (1:1) und Nürnberg (3:1) an Bord war. Bereits nach einer Viertelstunde wurde das Schiff auf den richtigen Kurs gebracht. Kadett Christian Tiffert setzte Pascal Köpke auf Höhe der Mittellinie perfekt in Szene. Der 22 Jahre alte Angreifer marschierte Richtung gegnerisches Tor, ließ sich auch von FCI-Verteidiger Matip und Brégerie nicht beirren und krönte diesen sensationellen Sololauf mit seinem zweiten Saisontor - das 23. in seiner Veilchen-Karriere und erst das zweite mit links.
Die Richtung stimmte, allerdings wurde das Wetter in Verbindung mit der Drangphase der Hausherren deutlich stürmischer. Ein Mast- sowie Schotbruch konnte mit viel Glück verhindert werden, da zunächst Referee Tobias Reichel zusammen mit seinem Assistenten auf der Gegentribüne in der 32. Minute einen Treffer der Ingolstädter wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte und wenig später der missratene Männel-Abschlag (39.) von der Leitl-Elf nicht genutzt werden konnte. Mit der hauchdünnen Führung wurde das Schlechtwettergebiet umsegelt und das schlingernde Schiff kurz nach der Pause wieder auf Kurs gebracht. Dimitrij Nazarov erkämpfte sich im Mittelkreis die Pille gegen Matip und schickte dann Pascal Köpke auf Reisen. Doch dieses Mal machte es der Sohn von Ex-Nationaltorwart und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke nicht selbst, sondern passte überlegt zum mitgelaufenen Sören Bertram quer, der mit links locker einschieben konnte (50.). Ein Konter nach Maß, der aber urplötzlich wieder dunkle Wolken aufziehen ließ - das Bangen begann von vorn. Denn die Partie wurde rassiger, zahlreiche intensive Zweikämpfe prägten das Bild. Während die Ingolstädter alles nach vorne warfen, verteidigte die Auer Mannschaft robust, sodass der Gastgeber gleich mehrfach auf Strafstoß reklamierte. Insgesamt mussten 30 Torschüsse abgewehrt werden. Einer ging trotzdem durch. Beim gefühlt einhundertsten langen Ball der Schanzer stand Angreifer Lezcano halbrechts im Auer Strafraum völlig frei und konnte so unbedrängt den Ball zum 1:2 unter die Querlatte hämmern (82.). Aufopferungsvoll, mit Herzblut und Leidenschaft, kämpften die Seeleute nun für einen gelungenen Einstand ihres Kapitäns und konnten mit vier minutiger Verspätung die Jungfernfahrt erfolgreich beenden. Oder wenn es nach den Anglern geht: “Petri Dank!”

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