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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Union Berlin 'Konstant im Wechsel'

Sören Bertram wurde hier unsanft von Leistner gestopptDie dritte Heimniederlage, so unnötig wie ein Kropf. Zwei Bälle kamen auf das Tor von Martin Männel und beide Male landeten diese im Netz. “Ich bin schon enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben, weil wir es nicht hätten verlieren müssen”, meinte auch Hannes Drews, der vor 9.450 Zuschauern auf seine Stammelf zurückgriff und sich zunächst auf einen zeitig anlaufenden Gegner einstellen musste. Und wie schon gegen Holstein Kiel erlebt, fanden die Veilchen kein probates Mittel, das frühe Pressing der Gäste zu unterbinden. Zwar blieben die Fehler in der Auer Hintermannschaft heuer überschaubar und der Gast aus Köpenick aufgrund dessen ohne nennenswerte Chance, aber der Versuch, mit langen und hohen Bällen zu agieren, sorgte bei der Berliner Abwehr auch nur für ein müdes Lächeln. Erst ein Patzer von Leistner eröffnete Pascal Köpke die einzige Auer Torchance in Durchgang eins, als dieser völlig frei, aber aus spitzem Winkel an Unions-Keeper Busk scheiterte (37.).
Nach dem Seitenwechsel waren es die Mannen in lila-weiß, die verspätetet, aber mit vollem Elan aus der Kabine kamen und eine Reihe guter Torchancen verzeichneten. Da keine dieser Möglichkeiten genutzt wurde, kam es, wie es kommen musste. Union Berlin schlug abgezockt mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit zu: Polter gewann seinen Zweikampf an der Grundlinie gegen Nicolai Rapp und bediente dann den in der Mitte positionierten Hartel, der aus fünf Metern die Kugel unhaltbar ins Tor köpfte (55.). Die passende Antwort der Hausherren blieb aus. Es fehlte einfach an Durchschlagskraft und spielerische Ideen, die gut organisierte Gäste-Abwehr zu knacken. Mit der unfreiwilligen Vorlage des Berliners Skrzybski bot sich Pascal Köpke dennoch die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich: Der Stürmer jagte die Kugel aus sechs Metern aber deutlich drüber (66.). Als dann die Hauptstädter in Person von Polter zum zweiten Mal eiskalt zuschlugen (71.), war der Drops gelutscht.
Zwei Stellungsfehler brachten die Köpenicker also auf die Erfolgsspur. “Union hat unsere Fehler eiskalt bestraft. Sie sind nicht umsonst ein Favorit in der Liga”, sagte Sören Bertram, dessen Anschlusstreffer nach herrlicher Vorlage von Dimitrij Nazarov zwar eine hektische Schlussphase einleitete (73.), aber es beim 1:2 bleiben sollte. Durch die vierte Saisonniederlage mussten die Veilchen, mit weiterhin 13 Punkten auf Rang neun stehend, die Berliner, die zum dritten Mal in Folge im Erzgebirge gewannen, vorbeiziehen lassen. Aber eigentlich liegt die Elf von Hannes Drews voll im Heimtrend, denn schön im Wechsel gibt es bisher vor heimischen Publikum stets nach einem Sieg die nächste Pleite zu bestaunen. Nunja, nach der Länderspielpause von zwei Wochen geht die Saison am 15. Oktober 2017 bei der SpVgg Greuther Fürth für den FC Erzgebirge erst einmal auswärts weiter. Zwar ist ein Testspiel gegen Dukla Prag für das kommende Wochenende vorgesehen, doch sollen dabei vor allem die Spieler aus der zweiten Reihe zum Einsatz kommen.

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