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FC Erzgebirge Aue - Jahn Regensburg 'Nazarovs Aussetzer blieb ohne Folgen'

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie konnten die Veilchen endlich wieder einen Erfolg verbuchen. Am 11. Spieltag siegte die auf vier Positionen veränderte Mannschaft von Hannes Drews trotz 70-minütiger Unterzahl, Dimitrij Nazarov sah wegen einer groben Unsportlichkeit die Rote Karte (20.), am Ende mit 1:0 gegen den Aufsteiger aus Regensburg und setzt sich mit dem fünften Saisonerfolg im Mittelfeld der Tabelle fest. In dem von vielen Fouls geprägten Duell markierte Mario Kvesic in der 59. Spielminute vor 7.550 Zuschauern auf der Baustelle Erzgebirgsstadion mit der ersten Chance des Spiels das Tor des Tages. “Ich muss jedem Spieler ein Kompliment machen, die Einstellung hat gestimmt”, sagte Hannes Drews. Wobei das nur die halbe Wahrheit ist. Der erste Durchgang war geprägt von vielen Fehlpässen und Unsicherheiten im Spielaufbau, welcher auch durch viele Nickligkeiten jäh gestoppt wurde. So sammelten die in der Fairplay-Wertung auf den beiden letzten Plätzen befindlichen Teams weiter fleißig Karten - allerdings nicht nur Gelbe. Bei dem Versuch eines schnellen Einwurfs wurde Dimitrij Nazarov vom Regensburger Stolze bedrängt, die Revanche folgte auf dem Fuß bzw. Kopf, da der Nationalspieler Aserbaidschans den Ball wohl mit Absicht aus nächster Nähe genau ins Gesicht von Stolze warf. Schiedsrichter Sven Waschitzki aus Essen wertete dies jedenfalls als grobe Unsportlichkeit und schickte den Wiederholungstäter mit glatt Rot vorzeitig zum Duschen. Bereits im Februar 2014 war der Offensivspieler, damals noch im Trikot des Karlsruher SC unterwegs, wegen eines solchen Vergehens vom Platz geflogen. “Ich habe die Situation nicht richtig gesehen. Bislang konnte ich noch nicht mit Dimitrij darüber reden. Das machen wir aber noch”, sagte Hannes Drews unmittelbar nach Abpfiff.
Ob der Coach bzw. Torwart-Trainer Max Urwantschky auch mit Martin Männel reden wird, bleibt zu hoffen. Der Keeper und Kapitän wandelt derzeit auf einem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. War er bei den Versuchen von Grüttner (29.), Adamyan (30.) und später Mees (75.) sensationell zur Stelle, so vertändelte der Schlussmann heute auffällig viele Bälle. Von seinen insgesamt 40 gespielten Pässe fanden nur 15 den eigenen Mann, der Rest landete vornehmlich im Seitenaus oder gleich beim Gegner. Dies alles sowie einige vermeintliche Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns trugen nicht zu einer Beruhigung der fahrigen Partie bei. Erst der mit zwei Minuten hinausgezögerte Pausenpfiff half zur Abkühlung der vornehmlich zotig aufgeheizten Auer Fanseele bei, die in der 59. Minute ins krasse Gegenteil überschwappen durfte. Dennis Kempe setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Mario Kvesic. Der Bosnier dribbelt an der Strafraumkante entlang und bewies mit seinem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze ein gutes Auge, denn SSV-Keeper Pentke war in die andere Richtung unterwegs und hat somit keine Abwehrchance. Mit der Führung im Rücken wurde bei den dezimierten Veilchen nun vieles leichter. Da ging man auch mal lange Wege, um sich den Ball wiederzuholen. Genau diese im Auswärtsspiel bei Greuther Fürth vermisste Kampfbereitschaft gepaart mit Leidenschaft und der geschlossenen Unterstützung von den Rängen erbrachte heute den nicht unverdienten dritten Heimsieg.

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