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FC St. Pauli - FC Erzgebirge Aue 'Nicht schön, aber effektiv'

Zum ersten Mal in dieser Saison schafften die Veilchen einen Rückstand teilweise noch zu ihren Gunsten zu nutzen. So markierte Dennis Kempe, nachdem Dudziak die Braun-Weißen nach gut einer halben Stunde in Führung bringen konnte, 20 Minuten vor Ende der Partie den Ausgleich zum 1:1-Unentschieden, welches die niederlagenfreie Serie von sechs Gastspielen am Millerntor weiter ausbauen ließ. Durch den aus Auer Sicht etwas glücklich erkämpften Zähler bleibt der FCE vorerst Tabellenachter. “Über den Punkt freuen wir uns. Wir nehmen ihn gerne mit auf die lange Fahrt zurück ins Erzgebirge”, wusste auch Hannes Drews dieses Remis richtig einzuschätzen. Denn von Beginn an war den Kiezkickern vor 28.742 Zuschauern anzumerken, dass man diesmal die Anfangsphase aktiver und engagierter gestalten wollte, als dies in den vergangenen Heimspielen oft der Fall gewesen war. Doch viel mehr als ein zur Ecke abgefälschter Torschuss von Möller-Daehli (13.) sowie die Versuche von Allagui (23.) und Dudziak (29.) sprangen dabei zunächst nicht heraus. Aue selbst kam noch seltener zum Abschluss: Nach einem verunglückten Schuss von Christian Tiffert hatte Pascal Köpke die einzig nennenswerte Möglichkeit, um Paulis Torwart Himmelmann in Verlegenheit zu bringen (10.). Sobiechs Einsatz war hierbei noch fairer Natur, was sich zwölf Minuten später beim Ellenbogenschlag gegen Sören Bertram völlig anders darstellt. Überraschenderweise gab es hierbei von Schiedsrichter Benedikt Kempkes keine Reaktion - der durchaus berechtigte Pfiff, verbunden mit einer Gelben Karte für den Übeltäter und Strafstoß für Aue, blieb aus.
Der nächste Rückschlag folgte zugleich. Nach einem kurzen Durcheinander in der Auer Hintermannschaft verlor Tobias Kempe den entscheidenden Zweikampf gegen Flum, wodurch Zander den Ball mit dem Rücken zum Tor in den Lauf von Dudziak spitzeln und dieser das Leder mit Schmackes vorbei am chancenlosen Martin Männel unter die Latte hämmern konnte (33.). Nur zwei Minuten später verhinderte Martin Männel gegen Buchtmann und im Anschluss Fabian Kalig mit einer ziemlich riskanten, aber fairen Grätsche das zweite St.-Pauli-Tor, indem er den Ball vor dem einschussbereiten Allagui zur Ecke lenkte. Nach dieser turbulenten Schlussviertelstunde im ersten Durchgang ging es zur Beruhigung in die Pause, die von beiden Mannschaften dann auf dem Feld verlängert wurde. Erst ein Zusammenprall zwischen Avevor und Christian Tiffert, der auf dem Platz getackert wurde und mit Turban weiterspielen konnte (61.), brachte wieder Leben in die Begegnung - vor allem bei Lila-Weiß. Denn sieben Minuten nach der Verletzungsunterbrechung steckte Mario Kvesic auf Pascal Köpke durch, der aus spitzem Winkel noch an Torwart Himmelmann scheiterte. Die zweite darauffolgende Ecke bekamen die Hamburger nicht geklärt, sodass Dennis Kempe den Ball zum Ausgleich über die Linie bugsierte (70.). “Wir wollten nach dem Seitenwechsel mutiger auftreten. Das haben wir getan und verdient das 1:1 erzielt”, sagte Hannes Drews. Und da die Veilchen sich durchaus mit dem Punkt anfreunden konnten und die Hausherren, denen aufgrund des Montag-Einsatzes in Sandhausen zunehmend die Kräfte schwanden, sich nur noch selten in Richtung des Auer Strafraums durchkombinierten, trudelte die Partie ihrem Ende entgegen.

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