VeilchenPower.de

FC Erzgebirge Aue - Arminia Bielefeld '45 Minuten lang gebettelt'

Auch wenn es am Ende ein gerechtes Unentschieden zwischen den beiden Tabellennachbarn ist, so war der Zeitpunkt des 1:1-Ausgleichstreffer von Arminia Bielefeld schwer zu verkraften. Der vierte Offizielle hatte gerade noch die vierminütige Nachspielzeit angezeigt, da musste Martin Männel den Ball aus dem eigenen Netz fischen. Eine Kopfballverlängerung von Klos verwandelte Bielefelds Topstürmer Voglsammer zur Punkteteilung und hat damit einen knappen Sieg der Veilchen unterbunden. Mario Kvesic hatte dazu seine Farben in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs in Führung gebracht: Bielefelds Börner berührte im eigenen Strafraum den Ball mit dem Arm, den folgenden Handelfmeter verwandelte der offensive Mittelfeldspieler sicher zum 1:0 (45.+1). Zuvor sahen die 7.500 Zuschauer eine äußerst schwache Zweitligapartie, in der bei beiden Teams sehr wenig aus dem dem Spiel heraus zusammenlief. Torszenen waren demnach Mangelware. Pascal Köpke hatte mit zwei Schüssen aus jeweils gut 20 Metern (8. / 12.) die ersten Chancen für die Hausherren, Mario Kvesic scheiterte zwei Mal per Freistoß (18. / 30.) am Gästetorwart Ortega und Bielefelds beste Möglichkeit durch Staude bestand darin, als er mit seinem Distanzschuss Aues Keeper Martin Männel zur Großtat zwang (41.). Danach war bekanntlich der FCE am Zug und ging mit der Führung auch in die Pause.
Die Gäste, mit drei Niederlagen in Serie im Gepäck, mussten im zweiten Abschnitt mehr riskieren und bekamen darüber hinaus auch den nötigen Raum, weil die Drews-Elf einfach zu passiv agierte. Pascal Köpkes Abschluss, nach Doppelpass mit Dennis Kempe, nur knapp am rechten Giebel vorbei (57.) sollte im zweiten Abschnitt lange die Ausnahme bleiben. Ansonsten schwang die Arminia den Taktstock und fand beim Scheibenschießen zum Glück seinen Meister in Martin Männel, der Chancen von Voglsammer (58.), Börner (67.), Hartherz (67.), Staude (69., 72.), Salger (70.) und Sporar (71.) quasi im Minutentakt verhinderte. Aues Konterchancen verpufften relativ früh, der DSC holt sich beinahe jeden Ball - bis auf den in der 82. Minute. Da wurde Pascal Köpke steil geschickt, der wiederum den eingewechselten Sören Bertram bediente. Am Arminia-Torhüter Ortega brachte der Vier-Tore-Mann das Leder noch vorbei, scheiterte aber schlussendlich am Innenpfosten, von wo aus die Kugel zurück ins Spielfeld sprang. Das wäre durchaus die Entscheidung und der vierte Heimdreier gewesen. Es sollte anders kommen: Mit einem Abschlag, den Klos per Kopf auf Voglsammer verlängerte, überspielte Bielefeld die komplette Auer Defensive und kam so zum hochverdienten Ausgleich (90.+2). Am Ende standen 21 zu 10 Torschüsse zugunsten der Ostwestfalen, die demzufolge auch als Sieger vom Platz hätten gehen können. Nichtsdestotrotz springen beide Teams durch die Punkteteilung wieder in die obere Tabellenhälfte auf Platz 7 bzw. Platz 8, welche durch einen eventuellen Ingolstädter Punktgewinn aber wieder einen Platz verlieren könnten. Doch viel wichtiger: Mit nun jeweils 18 Zählern haben beide Teams fast schon die Hälfte der ominösen 40 Punkte erreicht. Damit kann man zufrieden sein.

Spielbericht
Fotos vom Spiel


4209 Klicks

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA