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FC Erzgebirge Aue - VfL Bochum 'Erst Frühstart, dann Fehlzündungen'

Die treue Anhängerschaft, die geglaubt hatte, die Jungs würden nach dem 0:3-Debakel in Duisburg ihren kernigen Worten nun auch Taten folgen lassen, wurden zunächst überrascht, doch dann wieder enttäuscht. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison haben sich die Veilchen nach einer 1:0 Führung die Butter vom Brot nehmen lassen und das Spiel ‘lediglich’ mit einem 1:1-Unentschieden beenden können. Der vor sieben Spieltagen eingeschlagene Negativtrend mit nur einem Sieg und insgesamt sechs erspielten Punkten setzt sich nahtlos fort, bloß Darmstadt (3) und die noch morgen kickenden Dresdner (5) sind in diesem Zeitraum noch schlechter. Für einen Dreier fehlen einfach weiterhin die nötige Effektivität im Abschluss sowie die alten Tugenden. Lila-Weiß kann selbstverständlich remis spielen oder auch verlieren, hier geht es aber um die Art und Weise. Wie schon zuletzt geschrieben: “Wer nicht will, der hat schon...”
Denn nicht einmal die frühe Führung von Clemens Fandrich, der nach Superzuspiel vom Routinier Christian Tiffert die Kugel an der Fünfmeterraumlinie am VfL-Keeper Riemann vorbei ins Netz schob (4.), gab der Drews-Elf jenes vermisste Pflichtgefühl. Anstatt den Gegner nach der nächsten Möglichkeit des frischgebackenen Torschützen (13.) weiter zu bearbeiten, verwaltete man quasi das Ergebnis mit dem schon längere Zeit argwöhnischen Konzept des ‘Hintenherumspielens’. So wurden die freien Räume, die Bochum zu Hauf anbot, in keiner Weise genutzt - das zu Beginn der Saison markante schnelle Umschaltspiel blieb also erneut in der Kabine. Der Gast aus dem Ruhrpott zeigte ebenfalls nicht viel, kam aber mit dem ersten richtig guten Spielzug zum Ausgleich: Der eingewechselte Janelt lief auf der linken Außenbahn durch, passte quer in die Mitte, wo der wie üblich oft mitstürmende Innenverteidiger Bastians aus fünf Metern vollstreckte (39.).
Gleich nach dem Seitenwechsel fast die ganz kalte Dusche für die Veilchen. Stöger bekam den Ball zentral fünf Meter vor dem Sechzehner stehend serviert, fackelte nicht lange und zwang Martin Männel zu einer Glanzparade (48.). Auf der anderen Seite tanzte Dimitrij Nazarov nach einer Ecke im Strafraum gleich drei Bochumer aus, fand mit seiner scharfen Hereingabe jedoch keinen Abnehmer (50.). Beide Teams agierten nun mit offenem Visier, aber ohne Fortune im Abschluss. Weder die Kopfbälle von Clemens Fandrich (69.) und Pascal Köpke (75.) sowie die Versuche vom eingewechselten Sören Bertram (82.), Calogero Rizzuto (83.), Dimitrij Nazarov (89.) und Sebastian Hertner (90.) fanden den Weg ins gegnerische Tor. “Wir hatten viel investiert und unsere Fans hätten dieses 1:1 durchaus besser honorieren können”, wusste Aues Coach Hannes Drews die Pfiffe nach Abpfiff der Partie nicht ganz einzuschätzen.

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